Hessen revolutioniert Baugenehmigungen mit flächendeckender Digitalisierung ab 2025
Carina KrauseFast jede dritte Baugenehmigung in Hessen ist jetzt digital - Hessen revolutioniert Baugenehmigungen mit flächendeckender Digitalisierung ab 2025
Hessen setzt bei der Digitalisierung seines Baugenehmigungsverfahrens einen großen Schritt. Seit dem 1. Januar 2025 bearbeiten 19 der 36 unteren Bauaufsichtsbehörden des Landes Anträge nun online. Das Vorhaben soll Bauprojekte beschleunigen und die Zusammenarbeit zwischen Planern und Behörden effizienter gestalten.
Der Umstieg auf digitale Genehmigungen begann mit Pilotprojekten in Frankfurt, wo das System am 29. September 2023 an den Start ging. Der Rheingau-Taunus-Kreis folgte im November 2024, und Offenbach erteilte noch vor der flächendeckenden Einführung 2025 seine erste digitale Baugenehmigung. Zu Jahresbeginn verarbeiteten bereits 19 Behörden Anträge über die Online-Plattform, weitere kamen hinzu – der Main-Kinzig-Kreis schloss sich am 6. Februar 2025 an, der Schwalm-Eder-Kreis folgt am 22. Dezember 2025.
Das Land rechnet allein für 2025 mit fast 5.000 digitalen Anträgen. Bereits jetzt wird fast jeder dritte Genehmigungsantrag in Hessen elektronisch eingereicht. Die Behörden haben sich zum Ziel gesetzt, bis Ende des Jahres 10.000 vollständig digitale Verfahren abzuwickeln.
Bis 2026 sollen alle 36 Bauaufsichtsbehörden Hessens in das System eingebunden sein. Die digitale Plattform schafft eine direkte Schnittstelle zwischen Planungsbüros und Genehmigungsstellen, reduziert Wartezeiten und spart Papierkram.
Mit der Ausweitung digitaler Baugenehmigungen positioniert sich Hessen an der Spitze von Deutschlands Bestrebungen, Bauverfahren zu modernisieren. Durch schnellere Bearbeitungszeiten und weniger bürokratische Hürden soll das System Bauprojekte vereinfachen. Die vollständige Umstellung soll innerhalb der nächsten zwei Jahre abgeschlossen sein.