Hessen reformiert Löhne in Werkstätten für Menschen mit Behinderung – bald mehr als 218 Euro?
Klaas LübsHessen erhöht Löhne für Menschen mit Behinderungen - Hessen reformiert Löhne in Werkstätten für Menschen mit Behinderung – bald mehr als 218 Euro?
Werkstätten für Menschen mit Behinderung in Hessen bereiten sich auf Veränderungen vor, da der Landtag eine Reform des Lohnsystems plant. Aktuell verdienen Beschäftigte in diesen Einrichtungen durchschnittlich nur 218 Euro im Monat – weit unter dem Mindestlohn 2025. Die Landesregierung unterstützt bundesweite Pläne für gerechtere Entlohnungsmodelle für Menschen mit Behinderung.
In ganz Hessen bieten Organisationen wie die Lebenshilfe Landesverband Hessen e.V. Werkstätten an, die Menschen mit Behinderung Struktur, Anerkennung und soziale Teilhabe ermöglichen. Im Raum Wiesbaden betreibt die Lebenshilfe Main-Taunus e.V. Standorte in Kelkheim, Flörsheim, Hofheim und Eschborn, während die Vitos Teilhabe gGmbH eine Werkstatt in Idstein führt.
Zwischen 2015 und 2024 gelang 452 Werkstattbeschäftigten in Hessen der Übergang in sozialversicherungspflichtige Jobs auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Trotz dieser Fortschritte verdienen die meisten nach wie vor deutlich weniger als den Mindestlohn. Die Bundesregierung plant nun, das aktuelle System durch ein transparentes und nachhaltiges Modell zu ersetzen. Die hessischen Behörden begrüßen die geplanten Reformen. Das neue Lohnsystem soll langjährige Kritik an mangelnder Fairness und finanzieller Sicherheit für Menschen mit Behinderung ausräumen.
Die anstehenden Änderungen könnten die Einkommen von Werkstattbeschäftigten in Hessen deutlich verbessern. Mit Unterstützung von Land und Bund zielen die Reformen auf eine klarere und gerechtere Entlohnungsstruktur ab. Bereits über 450 Menschen sind in den regulären Arbeitsmarkt gewechselt, doch Tausende arbeiten weiterhin in schlecht bezahlten Werkstätten in Hessen.