06 February 2026, 10:58

Hessen investiert 2,4 Milliarden Euro in Sicherheit und digitale Polizei-Moderne

Eine Gruppe von Polizisten in Helmen und mit Waffen vor einer Barriere auf einer Straße mit Geländern und Luftballons, mit Bäumen, Gebäuden, Fahnen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Hessen investiert 2,4 Milliarden Euro in Sicherheit und digitale Polizei-Moderne

Die hessische Landesregierung hat ihren Haushalt für 2026 vorgestellt – mit einem klaren Schwerpunkt auf der inneren Sicherheit. Rund 2,4 Milliarden Euro fließen in diesen Bereich, was eine Steigerung von 60 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Die Verantwortlichen bezeichnen die Ausgaben als direkte Investition in Demokratie, gesellschaftlichen Zusammenhalt und öffentliche Sicherheit.

Ein zentrales Anliegen des Haushalts ist die Modernisierung der Polizei durch digitale Werkzeuge. Die Beamten erhalten mobile Endgeräte, neue Anwendungen und fortschrittliche Analyse-Software, um die Effizienz zu steigern. Zwar wurden keine genauen Zahlen zu den betroffenen Einheiten genannt, doch setzt Hessen bereits die KRITIS-Überwachungssoftware ein, die im Januar 2026 für den automatisierten Bund-Länder-Datenaustausch ausgebaut wurde. Zudem beteiligt sich das Land am bundesweiten Projekt P20, das die IT-Systeme der 20 deutschen Polizeibehörden vereinheitlichen soll.

Die Bekämpfung von Extremismus bleibt ein zentraler Punkt: 8,8 Millionen Euro sind für Demokratieförderung und Präventionsprogramme vorgesehen. Neben Maßnahmen gegen Linksextremismus werden auch allgemeine Strategien zur Eindämmung von Radikalisierung vorangetrieben. Der Haushalt stärkt zudem den Kampf gegen Kleinkriminalität, Kindesmissbrauch sowie neue Bedrohungen wie Sabotage, Spionage und Drohnenangriffe.

Auch die Unterstützung für Rettungskräfte wird fortgeführt: Die Anerkennungprämie für Feuerwehr- und Katastrophenschutzpersonal wird 2026 verlängert. Mittel fließen in die Modernisierung von Ausrüstung, Fahrzeugen, Feuerwehrwachen und Schulungsprogrammen. Darüber hinaus erhalten Vertriebene und Spätaussiedler, die nach dem Zweiten Weltkrieg am Wiederaufbau Hessens mitwirkten, finanzielle Hilfen.

Die städtische Sicherheit wird ebenfalls ausgebaut, unter anderem durch den Ausbau von Videoüberwachungssystemen. Die Landesregierung betont, dass diese Investitionen darauf abzielen, das Vertrauen in den Staat zu stärken und das friedliche Zusammenleben in der Region zu fördern.

Der Haushalt 2026 sieht insgesamt 2,4 Milliarden Euro für die innere Sicherheit vor – für Personal, Infrastruktur und Modernisierungsvorhaben. Neben der Digitalisierung und Extremismusprävention werden damit auch Rettungsdienste und schutzbedürftige Gruppen unterstützt. Die Maßnahmen sollen demokratische Werte bewahren und gleichzeitig auf sich wandelnde Sicherheitsherausforderungen reagieren.