Hessen glänzt mit Integration: Wie Sprachkurse den Bildungserfolg revolutionieren
Brunhilde JesselHessen glänzt mit Integration: Wie Sprachkurse den Bildungserfolg revolutionieren
Hessen erhält bundesweite Anerkennung für seine Bemühungen um bildungspolitische Integration. Der aktuelle Bildungsmonitor-Bericht hebt die Fortschritte des Landes bei der Förderung von Schülerinnen und Schülern hervor – insbesondere von denen mit Migrationshintergrund. Systematische Deutschsprachkurse haben dabei eine Schlüsselrolle gespielt.
Seit dem Schuljahr 2021/2022 gibt es in Hessen flächendeckende verpflichtende Deutschförderung. Rund 17.000 Kinder mit Sprachdefiziten besuchen mittlerweile schulisch organisierte Vorschulkurse. Diese finden ein Jahr vor der Einschulung statt und erfassen fast ein Drittel der zukünftigen Erstklässler im Land.
Der Bericht würdigt zudem Hessens Erfolge bei der Entkopplung von sozialer Herkunft und Bildungserfolg. Die Abbrecherquote bleibt niedrig: Im Schuljahr 2024/2025 verließen nur 6,3 Prozent der Jugendlichen die Schule ohne Hauptschulabschluss. Zudem liegt Hessen beim Anteil ausländischer Schüler an Berufsschulen, die eine Hochschulzugangsberechtigung erwerben, über dem Bundesschnitt.
Besonders gelobt werden die verpflichtenden Vorschul-Sprachkurse, die die Integration deutlich verbessert haben. Trotz des hohen Anteils an Menschen mit Migrationshintergrund in Hessen beeinträchtigt dies den Bildungserfolg nicht. Die Maßnahmen tragen vielmehr zu besseren schulischen Leistungen und geringeren Abbrecherquoten bei.
