02 February 2026, 02:43

Hessen bleibt bei Wahlalter 18 – und steht damit fast allein da

Ein Blatt mit einer Zeichnung einer vielfältigen Gruppe von Menschen, einige sitzen und einige stehen, mit dem Text "Die demokratische Plattform" darüber.

Hessen bleibt bei Wahlalter 18 – und steht damit fast allein da

Hessen hält am Wahlalter von 18 Jahren für Kommunalwahlen fest. Die Entscheidung fällt zu einer Zeit, in der viele bundesländer die Altersgrenze auf 16 senken. Kritiker werfen dem Land vor, jüngeren Bürgerinnen und Bürgern damit eine Stimme in der lokalen Demokratie zu verwehren.

Der Hessische Landtag stimmte für die Beibehaltung des bisherigen Wahlalters und setzt sich damit gegen einen wachsenden Trend. In den vergangenen Jahren haben mehrere bundesländer das Mindestalter für Kommunal- und Landeswahlen gesenkt.

Nordrhein-Westfalen (NRW) änderte kürzlich seine Verfassung, um 16-Jährigen die Teilnahme an Landtagswahlen zu ermöglichen. Die Reform wurde von der CDU-Grünen-Koalition sowie von SPD und FDP unterstützt. Baden-Württemberg wird diese Regelung erstmals bei der Landtagswahl 2026 anwenden, nachdem das Land seine Gesetze reformiert hatte.

Hessen gehört damit zu nur noch fünf bundesländer, in denen das Wahlalter bei 18 Jahren bleibt. Demokratieaktivisten kritisieren die Entscheidung scharf und bemängeln, dass junge Menschen von der politischen Teilhabe ausgeschlossen werden.

Die Regelung stellt Hessen in eine kleine Gruppe von Ländern, die am höheren Wahlalter festhalten. Während andere Regionen die Jugendbeteiligung ausbauen, bleibt die Position des Landes unverändert. Aktivisten fordern weiterhin eine Ausweitung der politischen Rechte für jüngere Einwohnerinnen und Einwohner.