Hans-Jürgen Boysen kehrt als Retter zu Kickers Offenbach zurück
Kickers Offenbach holt Hans-Jürgen Boysen als Interimstrainer zurück nach schwacher Serie
Nach einer Reihe schwacher Ergebnisse hat Kickers Offenbach Hans-Jürgen Boysen als Übergangscoach zurückgeholt. Die Fans des Vereins ließen am Samstag ihrer Frustration freien Lauf – sie pfiffen die Mannschaft aus, bevor Stille einkehrte. Boysen, ein altbekanntes Gesicht beim Club, steht nun vor der Aufgabe, das Team aus der Abstiegszone zu führen.
Der 63-Jährige übernahm das Amt nach einem Spiel, das die Anhänger entmutigt zurückließ. Im Anschluss wandte er sich an die Fans und versprach, die sportliche Wende einzuleiten. Mit 27 Monaten Erfahrung im Aufsichtsrat kennt er den Verein bestens – eine Eingewöhnungsphase entfällt.
Doch die Herausforderungen sind groß: Boysen übernimmt eine von Verletzungen gezeichnete Mannschaft. Mit Marc Wachs fiel nun der nächste Spieler aus, was die ohnehin angespannte Situation verschärft. Neuzugänge wird es vorerst nicht geben – die Transferperiode ist geschlossen. Trotz des Drucks verzichtet der neue Trainer auf öffentliche Zielvorgaben und setzt stattdessen auf schrittweise Verbesserungen. Cheftrainer Kristjan Glibo bleibt vorerst im Amt; Boysen räumte ein, dass auch dessen Arbeit unter den Verletzungsproblemen leidet.
Schon am Samstag steht die nächste Bewährungsprobe an: ein Auswärtsspiel bei der TSG Balingen. Ein Sieg wäre im Abstiegskampf von entscheidender Bedeutung. Murat Isik, der scheidende Coach der Balinger, wird seine Mannschaft ein letztes Mal vor Vertragsende leiten. Boysens tiefe Verbundenheit mit Kickers Offenbach ist legendär – 1999 und 2005 führte er den Club jeweils zum Aufstieg und verkörpert damit den Geist, den die Fans schätzen. Jetzt muss er diese Erfahrung nutzen, um das Team erneut zu stabilisieren.
Seine Rückkehr bringt in turbulenten Zeiten Kontinuität. Mit Verletzungssorgen und dem Abstiegsdruck bleibt kaum Spielraum für Fehler. Die erste Aufgabe: ein dringend benötigter Sieg in Balingen am Samstag.