17 June 2026, 17:15

Halle modernisiert Bebauungsplan für den Weinberg Campus – mehr Raum für Forschung und Wirtschaft

Mehr Produktion und klare Lärmschutz: Halle präsentiert neue Pläne für den Weinberg Campus

Halle modernisiert Bebauungsplan für den Weinberg Campus – mehr Raum für Forschung und Wirtschaft

Halle (Saale) aktualisiert Bebauungsplan für den Technologiepark Weinberg Campus

Die Stadt Halle (Saale) passt den Bebauungsplan für ihren Technologiepark Weinberg Campus an, um ihn zu modernisieren und Erweiterungen zu ermöglichen. Der aktuelle Plan, der seit 1998 gilt, entspricht nicht mehr den heutigen Bau-, Planungs- und Emissionsvorschriften. Laut Stadt verursachen die Änderungen keine zusätzlichen Kosten für den Haushalt, sollen aber durch neue Investitionen Arbeitsplätze schaffen und die Gewerbesteuereinnahmen steigern.

Die Überarbeitung betrifft zwei benachbarte Kernzonen mit insgesamt etwa 26,2 Hektar, die vor allem für Forschung und Verwaltung vorgesehen sind. Künftig sollen dort auch produktionstechnische und logistische Tätigkeiten im Zusammenhang mit Forschung möglich sein, damit Unternehmen vor Ort wachsen können, ohne umziehen zu müssen.

Ein fünf Hektar großes Grundstück südlich der Blücherstraße, das ursprünglich für ein großes Wohnprojekt vorgesehen war, wird im Rahmen der Planung umgewidmet und zum Verkauf angeboten. Der Lärmschutz wird gestärkt, indem flächenbezogene Emissionskontingente rechtlich verankert werden. Dadurch erhalten Unternehmen klarere Planungsvorgaben, während gleichzeitig Anwohner geschützt werden.

Die maximale Bauhöhe wird festgelegt, um den Charakter des Gebiets zu bewahren, wobei die genaue Obergrenze noch nicht auf 25 Meter festgesetzt wurde. Eine Umweltprüfung ergab, dass die Auswirkungen des Plans auf Klima und Luftqualität gering sind. Bestehende Grünflächen bleiben erhalten, und ein 1,7 Hektar großes Waldstück dient als Pufferzone.

2018 hatte der Stadtrat einen Antrag für einen 1.900 Quadratmeter großen Supermarkt auf dem Campus abgelehnt. Auch im neuen Entwurf sind großflächige Einzelhandelsprojekte ausgeschlossen. Über die Veröffentlichung der Planentwürfe stimmt der Rat am 24. Juni 2026 ab.

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Ziel des aktualisierten Bebauungsplans ist es, den Technologiestandort wettbewerbsfähig zu halten, ohne Umwelt- und Lärmstandards zu vernachlässigen. Er schafft klarere Regeln für Unternehmen und schützt gleichzeitig Grünflächen. Die endgültige Entscheidung über den Entwurf liegt nun beim Stadtrat.

Quelle