13 June 2026, 06:21

Grenzkontrollen überlasten Bundespolizei bis mindestens 2026

Dobrindt: Bundespolizei stark belastet durch Grenzkontrollen

Grenzkontrollen überlasten Bundespolizei bis mindestens 2026

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat die Belastung der Bundespolizei durch die Grenzkontrollen eingeräumt. Die Maßnahmen waren im September 2024 wieder eingeführt und seitdem mehrfach verlängert worden. Dobrindt gab zu, dass die Kontrollen die Beamten stark fordern.

Deutschland hatte die Grenzkontrollen an allen Landgrenzen erstmals im September 2024 unter Dobrindts Vorgängerin Nancy Faeser wieder eingeführt. Der damalige Beschluss war eine Reaktion auf wachsende Sicherheitsbedenken. Im Mai 2025 verschärfte Dobrindt die Kontrollen zusätzlich.

Der Minister betonte, dass die Grenzkontrollen von vornherein nicht als dauerhafte Lösung gedacht waren. Dennoch wurden sie bereits dreimal verlängert – die jüngste Verlängerung gilt bis Mitte September 2026. Dobrindt äußerte Zweifel, ob die Bundespolizei die zusätzliche Belastung neben ihren bestehenden Aufgaben bewältigen könne.

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Die Bundespolizei mit Sitz in Potsdam ist bereits für zentrale Aufgaben wie die Sicherung des Schienenverkehrs, der Seegrenzen und der Flugsicherheit an Flughäfen zuständig. Durch die ausgeweiteten Grenzkontrollen ist ihr Aufgabenbereich nun noch größer geworden.

Die verlängerten Kontrollen erhöhen den Druck auf die Bundespolizei weiter. Die Behörde muss nun ihre Kernaufgaben mit den Anforderungen der Landgrenzensicherung in Einklang bringen. Die aktuellen Maßnahmen bleiben vorerst bis mindestens Mitte 2026 in Kraft.

Quelle