07 February 2026, 02:49

Goldpreis und Euro steigen – Märkte warten auf Chinas Zentralbank-Entscheid

Eine Liniengrafik, die die offiziellen US-Goldreserven und den Goldpreis von 1900 bis 2008 zeigt, mit begleitendem Text.

Goldpreis und Euro steigen – Märkte warten auf Chinas Zentralbank-Entscheid

Die Finanzmärkte zeigten am Freitag gemischte Entwicklungen, während Anleger auf Signale der Zentralbanken und Bewegungen bei Rohstoffen reagierten. Der Euro legte gegenüber dem Dollar zu, während die Preise für Öl und Gold deutlich stiegen. Gleichzeitig richteten Händler ihren Blick auf Chinas Zentralbank, die vor einer wichtigen geldpolitischen Aktualisierung steht.

Der Euro kletterte auf 1,1789 US-Dollar und holte damit einen Teil seiner jüngsten Verluste wieder auf. Der Dollar gab hingegen leicht nach und notierte bei 0,8482 Euro. EZB-Präsidentin Christine Lagarde wies Erwartungen an eine Zinssenkung zurück, sodass Anleger nun auf mögliche konjunkturelle Impulse aus den USA hoffen.

Der deutsche Dax-Index eröffnete die Handelssitzung minimal im Minus und verlor 0,1 Prozent auf etwa 24.475 Punkte. Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank, deutete an, der Index könne nach dem jüngsten Rückgang technisch eine Erholung einleiten.

Bei den Rohstoffen gab es deutliche Veränderungen: Die Nordsee-Ölsorte Brent stieg um 1,1 Prozent auf 68,28 Dollar pro Fass und drehte damit frühere Verluste ins Plus. Auch der Goldpreis zog an – eine Unze kostete 4.867 Dollar, was einem Plus von 1,9 Prozent entspricht. Silber hingegen durchlief starke Schwankungen und stürzte von seinem Rekordhoch fast auf die Hälfte des Wertes, bevor es in den asiatischen Märkten ein nächtliches Tief erreichte.

Händler warten nun gespannt auf das Update der chinesischen Zentralbank, das Aufschluss über die Goldnachfrage geben könnte. 2024 kauft die People's Bank of China (PBoC) durchschnittlich 15 bis 20 Tonnen Gold pro Tag – ein Anstieg gegenüber 5 bis 10 Tonnen im Jahr 2023 und unter 5 Tonnen im Jahr 2022. Mit über 300 Tonnen in diesem Jahr bleibt China der weltweit größte offizielle Goldkäufer und hält einen Anteil von 20 bis 25 Prozent an der globalen Nachfrage.

Die Handelstage spiegelten eine vorsichtige Optimismus bei Aktien und eine kräftige Erholung bei Rohstoffen wider. Die Gewinne bei Öl und Gold deuteten auf ein erneutes Investoreninteresse hin, während Chinas Goldkäufe weiterhin die Markttrends prägten. Die Aufmerksamkeit richtet sich nun darauf, ob die USA in den kommenden Wochen weitere wirtschaftliche Unterstützung leisten werden.