07 February 2026, 06:52

Gil Ofarim bricht sein Schweigen: "Das Hotelvideo wurde manipuliert"

David Letterman im Anzug und Krawatte vor einem Publikum stehend, beleuchtet von Scheinwerfern und umgeben von einer Wand, wahrscheinlich bei der Premiere seines kommenden Films.

Gil Ofarim Behauptet: Video ist eine Fälschung - Gil Ofarim bricht sein Schweigen: "Das Hotelvideo wurde manipuliert"

Im Oktober 2021 warf der Sänger Gil Ofarim einem Mitarbeiter eines Leipziger Hotels Antisemitismus vor. Der Mann habe ihn aufgefordert, seine Davidstern-Halskette abzulegen, so Ofarims Aussage. Die Vorwürfe lösten öffentliche Empörung aus und führten zu einem langwierigen Rechtsstreit. Nun hat Ofarim sein Schweigen gebrochen und beharrt darauf, dass die Videoaufnahmen manipuliert worden seien – zudem gebe es einen Zeugen, der seine ursprüngliche Darstellung bestätige.

Der Streit begann, als Ofarim in einem Social-Media-Video einen Angestellten des Westin Hotels in Leipzig beschuldigte, antisemitische Bemerkungen gemacht zu haben. Das Hotel setzte den Mitarbeiter umgehend von der Arbeit frei, es folgten Proteste. Doch im November 2023 gab Ofarim vor Gericht zu, die Vorfälle erfunden zu haben, nachdem Überwachungsaufnahmen keine Spur der Halskette zeigten.

In einem jüngeren Auftritt bei Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! äußerte sich Ofarim erstmals seit dem Prozess zu dem Fall. Er behauptete, das Video des Hotels sei geschnitten worden – entscheidende Sekunden fehlten –, und ein Zeuge habe bestätigt, dass er die Kette getragen habe. Sein Anwalt, Dr. Alexander Stevens, bezeichnete die Situation später als "kaum zu überbietende Heuchelei".

Das Verfahren wurde schließlich eingestellt, nachdem Ofarim zugestimmt hatte, 10.000 Euro Entschädigung zu zahlen – aufgeteilt zwischen der jüdischen Gemeinde Leipzigs und einer Holocaust-Gedenkstiftung. Zudem erhielt der zu Unrecht beschuldigte Mitarbeiter 40.000 Euro. Ofarim hatte zuvor eine Vertraulichkeitsvereinbarung als Grund für sein Schweigen angeführt, doch der Anwalt des Mitarbeiters klärte auf, dass lediglich eine Unterlassungserklärung vorlag, die Ofarim daran hinderte, seine Anschuldigungen zu wiederholen.

Der Rechtsstreit endete ohne formelles Urteil, doch Ofarims Geständnis vor Gericht und die anschließenden Zahlungen markierten eine Einigung. Der Fall warf Fragen zu falschen Beschuldigungen, medialer Aufmerksamkeit und den Folgen öffentlicher Vorwürfe auf. Der zunächst suspendierte Mitarbeiter erhielt nach Ofarims Widerruf seiner Aussagen eine Entschädigung.