17 March 2026, 00:24

Gestohlener Bierkrug kehrt nach 50 Jahren ins Münchner Hofbräuhaus zurück

Alte Werbeplakat mit zwei metallenen Bierhumpen und einem Glas Bier.

Gestohlener Bierkrug kehrt nach 50 Jahren ins Münchner Hofbräuhaus zurück

Gestohlener Bierkrug kehrt nach einem halben Jahrhundert ins Münchner Hofbräuhaus zurück

Ein vor fast 50 Jahren entwendeter Bierkrug ist nun an Münchens berühmtes Hofbräuhaus zurückgegeben worden. Ein anonymer Tourist, der den Krug 1976 mitgenommen hatte, schickte ihn zusammen mit einer Zahlung von 20 Euro als Wiedergutmachung zurück. Es ist nicht das erste Mal, dass die Brauerei lange vermisste Gegenstände von reuigen Besuchern zurückerhält.

Der englischsprachige Tourist gestand in einem Brief an das Hofbräuhaus die Tat – fast ein halbes Jahrhundert nach dem Diebstahl. Neben der Entschuldigung legte er 20 Euro bei – etwas mehr als der aktuelle Preis für einen ähnlichen Krug, der im Online-Shop der Brauerei für 19,95 Euro angeboten wird. Der ursprüngliche Krug dürfte allerdings nicht mehr erhalten sein.

Solche Rückgaben sind keine Seltenheit. Das Hofbräuhaus erhält jährlich drei bis vier Schreiben von Personen, die gestohlene Krüge zurückschicken oder eine finanzielle Entschädigung anbieten. Allein in den letzten fünf Jahren wurden 1.247 vermisste Krüge zurückgegeben oder ersetzt. Wie viele jedoch ursprünglich entwendet wurden, erfasst die Brauerei nicht.

Mittlerweile gibt es Sicherheitsvorkehrungen, um Diebstähle zu erschweren – doch die Tradition, Bierkrüge als Souvenir mitzunehmen, reicht Jahrzehnte zurück. Die 20 Euro des Touristen behält die Brauerei nicht, sondern spendet sie an die Initiative Bunte Münchner Kindl, eine lokale Hilfsorganisation für Münchner Kinder.

Erst 2020 war ein anderer gestohlener Krug nach 55 Jahren zurückgegeben worden.

Der zurückgekehrte Krug reiht sich ein in die Hunderte weiterer, die im Laufe der Jahre ins Hofbräuhaus zurückgekehrt sind. Zwar existiert der ursprüngliche Krug vermutlich nicht mehr, doch die Spende des Touristen kommt einem guten Zweck zugute. Die Brauerei geht mit solchen Fällen weiterhin geduldig und großzügig um.

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