14 March 2026, 18:28

Gerettetes Wandkunstwerk der Schwabinger 7 findet neue Heimat in Bruckmühl

Ein alter Stadtplan von München, Deutschland, auf einem schwarzen Hintergrund, der Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten mit beschriftetem Text zeigt.

Gerettetes Wandkunstwerk der Schwabinger 7 findet neue Heimat in Bruckmühl

Ein Stück Münchner Nachtlebensgeschichte wird bald dauerhaft in Bruckmühl ausgestellt. Der Künstler Rupert Dorrer rettete vor dem Abriss der legendären Bar Schwabinger 7 ein bemaltes Wandfragment. Das nun im Besitz der Gemeinde befindliche Kunstwerk wird am Montag vom Bürgermeister feierlich enthüllt.

Die Schwabinger 7 war einst Münchens berühmteste Bar – bekannt für ihr wildes, unkonventionelles Flair. Als das Gebäude in der Feilitzschstraße in Schwabing für einen Neubau abgerissen werden sollte, barg Dorrer einen Teil der Innenwand. Daraus schuf er ein Mixed-Media-Kunstwerk mit dem Titel Schwabinger 7, das 140 Zentimeter breit und 72 Zentimeter hoch ist.

Das Werk wurde später versteigert und von Denn's Biomarkt erworben, dem Bio-Supermarkt, der heute an der Stelle steht. Bevor die Wand nun in Bruckmühl eine neue Heimat fand, verbrachte sie Jahrzehnte in einem Haus, das einst den langjährigen Bürofachhändler Büromarkt Hansen beherbergte.

Das Kunstwerk stellt die verlorene Energie der Bar dem noch immer bestehenden Stammtisch im Grünen Eck gegenüber – einem weiteren Schwabinger Wahrzeichen. Dorrers Schöpfung dient als Mahnmal des Wandels und bewahrt ein Stück Münchner Vergangenheit, bevor es für immer verschwand.

Das Gemälde bleibt nun als Teil der Galerie-Sammlung in Bruckmühl. Die öffentliche Enthüllung am Montag markiert das Ende einer Reise – vom Abriss einer Bar bis hin zu einem dauerhaften kulturellen Zeugnis. So lebt ein Fragment des Erbes der Schwabinger 7 weiter.

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