Gefährlicher Lastwagen mit Chemikalien auf der A5 gestoppt – schwere Sicherheitsmängel entdeckt
Brunhilde JesselGefährlicher Lastwagen mit Chemikalien auf der A5 gestoppt – schwere Sicherheitsmängel entdeckt
Ein in Frankreich zugelassener Lastwagen mit gefährlichen Gütern wurde auf der Autobahn A5 in Osthessen gestoppt, nachdem Prüfer schwere Sicherheitsmängel festgestellt hatten. Die Ladung war unzureichend gesichert, die Planen wölbten sich bedrohlich, und ungeschützte Güter drohten auszulaufen – eine akute Gefahr für die Umgebung.
Die Behörden griffen ein, um einen möglichen Unfall zu verhindern, und ordneten an, dass das Transportunternehmen den Anhänger vollständig entladen musste, bevor die Fahrt fortgesetzt werden durfte.
Schwerlastkontrolleure hatten den Sattelzug wegen offensichtlicher Mängel bei der Ladungssicherung angehalten. Die Seitenteile der Plane waren gefährlich aufgebläht, und die Fracht – darunter hochentzündliche Flüssigkeiten, brennbare Feststoffe und Lithium-Ionen-Akkus – war größtenteils ungesichert. Diese Kombination ließ chemische Reaktionen oder Austritte befürchten.
Dem Fahrer sowie dem Transportunternehmen HKR Logistics GmbH drohen nun Strafen: Der Fahrer muss ein Bußgeld im mittleren dreistelligen Euro-Bereich zahlen, das Unternehmen eine Summe im niedrigen vierstelligen Bereich. Zusätzlich wurde ein weiteres vierstelliges Bußgeld wegen eines nicht vorschriftsmäßigen Tachographen in der Zugmaschine verhängt. Für HKR Logistics ist dies nicht der erste Vorfall: Bereits im Januar 2021 hatte das Unternehmen 25 Tonnen Natriumchlorat auf der A5 transportiert – mit ähnlichen Sicherheitsverstößen wie fehlenden Befestigungen und unzureichender Kennzeichnung. Die Polizei betonte, dass der Einsatz vermutlich einen schweren Gefahrgutunfall verhindert habe, und kündigte an, künftige Transporte dieser Art strengeren Kontrollen zu unterziehen, um die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften zu gewährleisten.
Der Lkw durfte erst nach vollständiger Entladung und Neusicherung der Fracht seine Fahrt fortsetzen. Sowohl der Fahrer als auch das Unternehmen müssen nun für die Verstöße zahlen. Die Behörden haben signalisiert, dass Gefahrguttransporte künftig intensiver überwacht werden, um weitere Risiken zu vermeiden.