Fürther Fußballtalente packen beim Artenschutz im Spitalwald mit an
Junge Fußballer der SpVgg Greuther Fürth engagieren sich für Naturschutzprojekt in Langenzenn
Nachwuchsspieler der SpVgg Greuther Fürth haben sich an einem Renaturierungsprojekt im Spitalwald von Langenzenn beteiligt, bei dem ein degradierter Entwässerungsgraben wiederhergestellt wurde. Die Initiative, die in Kooperation mit dem Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) durchgeführt wurde, zielte darauf ab, die Wasserspeicherung zu verbessern und die heimische Tierwelt zu fördern.
Die jungen Fußballer brachten Holzpfähle und so genannte Faschinen – Bündel aus Ästen und Zweigen – im Graben an. Diese Konstruktionen verlangsamen den Wasserfluss, sodass sich Sedimente ablagern und das Bachbett allmählich angehoben wird. Langfristig trägt dieser Prozess dazu bei, das natürliche Wassergleichgewicht im Wald wiederherzustellen.
Die Faschinen erfüllen noch einen weiteren Zweck: Sie schaffen „Trittstein“-Lebensräume für Amphibien. Durch die Verbesserung von Wildtierkorridoren unterstützt das Projekt die biologische Vielfalt und ist gleichzeitig Teil des übergeordneten Gewässer-Biotopverbunds Langenzenn, der kleine Wasserläufe und Lebensräume schützt.
Helmut Beran, Geschäftsführer des LBV, betonte die Kraft des Fußballs, Menschen für Umweltbelange zusammenzubringen. Er unterstrich, wie wichtig Teamarbeit sowohl im Sport als auch im Naturschutz sei. Die Partnerschaft plant weitere Initiativen, um jungen Sportlern die konkreten Auswirkungen ihres Engagements vor Augen zu führen.
Das Projekt hat nicht nur einen Abschnitt des Entwässerungsgrabens renaturiert und neue Lebensräume für Tiere geschaffen, sondern stärkt auch die Verbindung zwischen lokalem Fußball und Umweltschutz. Künftige Aktionen werden weiterhin junge Spieler in Naturschutzprojekte der Region einbinden.
