Frau aus Gießen verliert Geld an gefälschte britische Reiseerlaubnis-Website
Helga MüllerFrau aus Gießen verliert Geld an gefälschte britische Reiseerlaubnis-Website
Betrügerische UK-Reiseerlaubnis: Frau aus dem Kreis Gießen fällt auf Fake-Website herein
Eine 42-jährige Frau aus dem Landkreis Gießen ist Anfang April auf eine gefälschte Website für die britische elektronische Reiseerlaubnis hereingefallen und hat dabei Geld verloren. Die Betrüger zielten auf Touristen ab, die für die Einreise ins Vereinigte Königreich eine Electronic Travel Authorisation (ETA) benötigen. Die Polizei warnt seitdem vor der zunehmenden Gefahr solcher betrügerischen Seiten.
Das Opfer beantragte, was es für eine offizielle ETA hielt, über eine Online-Suche. Sie zahlte eine Gebühr von 99 US-Dollar per Kreditkarte und lud persönliche Dokumente hoch, darunter eine Passkopie und ein Foto. Am nächsten Tag erhielt sie eine Bestätigung über ein angeblich "gültiges Visum", doch Misstrauen kam auf, als ihre Antiviren-Software die Seite als Phishing-Seite markierte.
Sie sperrte umgehend ihre Kreditkarte und erstattete Anzeige bei der Polizei. Wie die Polizeisprecherin Sabine Richter bestätigte, nutzen Betrüger das ETA-System aus, um Geld und persönliche Daten zu stehlen. Zwar gibt es seit der verpflichtenden Einführung der ETA am 5. April keine bundesweiten Statistiken zu solchen Betrugsfällen, doch die Behörden gehen von zahlreichen gefälschten Websites aus.
Die Polizei rät der Bevölkerung, vor der Eingabe sensibler Daten die Authentizität von Websites genau zu prüfen. Zudem sollte verdächtige Aktivität gemeldet werden, um weitere Betrugsversuche zu verhindern.
Der Vorfall zeigt die Risiken von Online-Betrug bei der Beantragung von Reisedokumenten. Die Behörden fordern Reisende auf, vor der Übermittlung von Zahlungen oder persönlichen Angaben die offiziellen Regierungsseiten zu überprüfen. Meldungen über Phishing-Versuche können helfen, andere vor ähnlichen Maschen zu schützen.






