Fraport wächst mit mehr Personal und schärferen Klimazielen bis 2045
Fraport meldet starkes Passagierwachstum und Personalaufbau – und verschärft Klimaziele
Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport verzeichnet ein kräftiges Plus bei den Passagierzahlen und der Personalgewinnung. Für 2023 plant das Unternehmen nun die Einstellung von weiteren 1.500 Bodenmitarbeitern und treibt gleichzeitig ehrgeizige Klimavorgaben voran.
Die Nachfrage nach Privatflügen belebte im vergangenen Jahr die internationalen Standorte von Fraport und half der Gruppe, sich von den pandemiebedingten Tiefstständen zu erholen. Am Frankfurter Flughafen wurden im Februar 2023 rund 3,4 Millionen Passagiere gezählt – ein Wert, der jedoch noch 25 Prozent unter dem Niveau vor der Pandemie lag. Trotz dieser Lücke rechnet Fraport für den Sommer 2023 mit einem Anstieg des Verkehrsaufkommens um 15 bis 25 Prozent im Vergleich zu 2022. Bis Jahresende strebt das Unternehmen etwa 90 Prozent des Passagiervolumens von 2019 an, was rund 63 Millionen Reisenden entsprechen würde.
Personalknappheit hatte 2022 zu Verzögerungen und einem raschen Personalaufbau in einigen Bereichen geführt. Um dem entgegenzuwirken, erhöhte Fraport die Belegschaft bis Dezember 2022 um acht Prozent auf 19.211 Mitarbeiter. Für 2023 sind nun weitere 1.500 Bodenmitarbeiter geplant.
Bei den Klimazielen zieht Fraport die Vorgaben nach. Ursprünglich wollte das Unternehmen die CO₂-Emissionen bis 2030 auf 75.000 Tonnen pro Jahr begrenzen – nun soll die Obergrenze bei 50.000 Tonnen liegen. Langfristig bleibt Fraport seinem Ziel treu, bis 2045 klimaneutral zu wirtschaften.
Vorstandsvorsitzender Dr. Stefan Schulte lobte die Leistungen des Unternehmens im Jahr 2022 und betonte die Widerstandsfähigkeit bei der Passagiererholung sowie die operative Stabilität.
Mit neuen Einstellungen und strengeren Emissionsvorgaben setzt Fraport seinen Expansionskurs fort. Bis Ende 2023 erwartet das Unternehmen eine nahezu vollständige Erholung der Passagierzahlen. Gleichzeitig umfasst die Klimastrategie nun eine niedrigere CO₂-Obergrenze für 2030 und das Bekenntnis zur Klimaneutralität bis 2045.






