Frankfurter Polizei schlägt mit Großrazzia gegen Drogenhandel im Bahnhofsviertel zu
Carina KrauseMehr als 400 Kontrollen im Bahnhofsviertel am Donnerstag - Frankfurter Polizei schlägt mit Großrazzia gegen Drogenhandel im Bahnhofsviertel zu
Großrazzia der Polizei in Frankfurt gegen Drogenkriminalität im Bahnhofsviertel
Am Donnerstagabend führte die Frankfurter Polizei eine großangelegte Razzia im Bahnhofsviertel durch, um gegen den Drogenhandel vorzugehen. Rund 200 Beamte waren an der Aktion beteiligt, bei der Hunderte von Personen kontrolliert und erstmals eine neue Technologie zur Identifizierung von Verdächtigen eingesetzt wurde.
Im Rahmen der Operation durchsuchten die Einsatzkräfte bekannte Drogenumschlagplätze in dem Viertel. Dabei wurden 414 Personen überprüft, 36 Strafanzeigen erstattet und ein Haftbefehl vollstreckt. Zudem beschlagnahmten die Beamte größere Mengen an Betäubungsmitteln und verschreibungspflichtigen Medikamenten.
Erstmals testeten die Behörden eine Gesichtserkennungstechnologie, die Verdächtige in Echtzeit identifizieren soll. Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) und Innenminister Roman Poseck (CDU) verfolgten die Aktion vor Ort. Poseck betonte im Anschluss, die Razzia sende ein deutliches Signal an alle, die sich an illegalen Machenschaften beteiligten.
Rhein unterstrich das Engagement der Landesregierung für mehr öffentliche Sicherheit – durch strengere Kontrollen, eine verstärkte Polizeipräsenz und den Einsatz moderner Technologie. Die Operation markierte den ersten Praxiseinsatz des pilotierten Gesichtserkennungssystems bei einer Polizeimaßnahme.
Bei der Razzia wurden Dutzende Strafanzeigen erstattet und illegale Substanzen sichergestellt. Ob die Gesichtserkennungstechnologie künftig regelmäßig zum Einsatz kommt, ließen die Behörden offen. Die Frankfurter Aktion bleibt vorerst ein Einzelprojekt.