12 June 2026, 18:14

Frankfurter Gymnasium ehrt Holocaust-Überlebende Margot Friedländer mit Namensänderung

Umbenennen der 'Neuen Frankfurter Oberschule' in 'Margot-Friedländer-Oberschule'

Frankfurter Gymnasium ehrt Holocaust-Überlebende Margot Friedländer mit Namensänderung

Ein Frankfurter Gymnasium wird zu Ehren der Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer umbenannt. Die Entscheidung folgt einem Vorschlag des hessischen Ministerpräsidenten Boris Rhein, der damit das historische Bewusstsein stärken will. Bildungsminister Armin Schwarz lobte den Schritt als ein starkes Signal für Demokratie und Menschlichkeit.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Aus dem Neues Gymnasium Frankfurt wird das Margot-Friedländer-Gymnasium. Es ist die erste Schule in Hessen, die ihren Namen trägt. Friedländer, die das Konzentrationslager Theresienstadt überlebte, engagierte sich jahrzehntelang in der Aufklärungsarbeit über die Verbrechen des NS-Regimes und prägte damit unzählige junge Menschen.

Boris Rhein bezeichnete die Umbenennung als einen wichtigen Schritt für die Erinnerungskultur im Land. Er betonte, dass Schulen eine aktive Rolle im Kampf gegen Extremismus und Antisemitismus einnehmen müssten. Im Dezember 2025 zeichnete er Friedländer posthum mit der Wilhelm-Leuschner-Medaille aus, der höchsten Auszeichnung Hessens.

Die Schule wird zudem eine dauerhafte Initiative etablieren, um ihr Vermächtnis im schulischen Alltag lebendig zu halten. Bis zu ihrem Tod im Mai 2025 setzte sich Friedländer unermüdlich für Toleranz und Respekt ein. Als Zeitzeugin hinterließ sie bei Schülern und Lehrkräften tiefgreifende Spuren.

Die Umbenennung setzt ein bundesweites Beispiel für demokratische Bildung und historische Verantwortung. Sie stellt sicher, dass Friedländers Einsatz für Menschlichkeit und Erinnerung auch künftige Generationen prägen wird. Der neue Name der Schule wird täglich an diese Werte erinnern.

Quelle