Frankfurt und Offenbach planen gemeinsames Cannabis-Modellprojekt für Hessen
Helga MüllerFrankfurt und Offenbach planen gemeinsames Cannabis-Modellprojekt für Hessen
Frankfurt und Offenbach bereiten sich auf eine mögliche Legalisierung von Cannabis vor. Beide Städte besprechen gemeinsame Pläne und warten auf Vorgaben der Bundesregierung. Sie beabsichtigen, sich als regionales Modellprojekt gemeinsam beim Bundesgesundheitsministerium zu bewerben.
Frankfurts Stadtrat Stefan Majer und Offenbachs Oberbürgermeisterin Sabine Groß setzen sich für den Vorantrieb der Legalisierung ein. Majer ist überzeugt, dass die beiden Städte gut aufgestellt sind, um ein Pilotvorhaben zu starten. Offenbachs Oberbürgermeisterin betont, dass ein solches Konzept sowohl Jugendliche als auch Erwachsene schützen müsse.
Frankfurt bindet die Bürgerinnen und Bürger durch öffentliche Umfragen und die „Frankfurter Cannabis-Dialoge“ ein. Mit diesen Initiativen sollen Meinungen gesammelt und zielgruppengerechte Informationen zum Thema bereitgestellt werden. Das kommunale Drogenhilfebüro bietet zudem Beratungsangebote für Betroffene an.
Die Städte stimmen ihr Vorgehen aufeinander ab, müssen jedoch auf die bundesweite Gesetzgebung warten. Vor dem Start eines Pilotprojekts sind noch klärende Antworten auf rechtliche Fragen nötig.
Die gemeinsame Bewerbung als regionales Modellprojekt stellt für beide Städte einen wichtigen Schritt dar. Im Mittelpunkt stehen dabei Bürgerbeteiligung und regulatorische Klarheit. Der weitere Verlauf hängt von den Entscheidungen des Bundes sowie der Klärung offener Rechtsfragen ab.
