21 March 2026, 12:23

Frankfurt kämpft mit Fachtagung gegen digitale Gewalt in Partnerschaften

Plakat mit der Aufschrift "Navy Medicine Readiness & Training Command Bremerton: Sexual Assault Prevention & Response - Respect, Protect, Empower" zeigt eine Gruppe von Menschen in Uniformen und Mützen vor einem Gebäude mit Fenstern und Türen.

Frankfurt kämpft mit Fachtagung gegen digitale Gewalt in Partnerschaften

Frankfurt veranstaltete kürzlich eine Fachtagung zu digitaler Belästigung als Form von Partnerschaftsgewalt

Unter dem Titel "Überwacht und bedroht" kamen in Frankfurt rund 120 Fachkräfte aus den Bereichen Soziale Dienste, Strafverfolgung und Frauenhäuser zusammen. Ziel der Veranstaltung war es, das Bewusstsein für digitale Gewalt in Partnerschaften zu schärfen und die Unterstützungsangebote für Betroffene zu verbessern.

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Die Tagung fand im Präsidium der Frankfurter Polizei statt und war Teil des bundesweiten Digitaltags. Gloria Schmid vom Koordinierungsbüro zur Istanbul-Konvention der Stadt Frankfurt eröffnete die Diskussionen. Sie betonte, wie wichtig es ist, digitale Gewalt im Rahmen der Istanbul-Konvention zu thematisieren.

Hessens Innenminister Roman Poseck wies darauf hin, dass digitale Belästigung nach wie vor stark unterschätzt und selten angezeigt werde. Viele Fachkräfte verfügten noch nicht über das nötige Wissen, um Fälle von Stalking, Überwachung oder Online-Bedrohungen angemessen zu bearbeiten.

Um diese Lücke zu schließen, kündigte das Hessische Ministerium für Soziales und Integration eine neue Initiative an: "Schulungen zu digitaler Gewalt gegen Frauen". Das Programm soll bald allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in hessischen Beratungsstellen und Frauenhäusern zur Verfügung stehen.

Die Veranstaltung bot thematische Informationsstände, Expertinnen des "Safe in Law"-Beratungszentrums sowie Fachleute des Frankfurter Polizeipräsidiums. Zudem hielten die Beraterin Stefanie Eymann und Kriminalhauptkommissarin Antje Marschall Vorträge zu praktischen Schutzstrategien. Zwölf Frauenhäuser und acht Beratungsstellen aus Hessen nahmen teil – ein Zeichen für die enge Zusammenarbeit zwischen dem Hessischen Ministerium für Digitales und Innovation (HMDI) und dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration (HMSI).

Die Tagung brachte erfolgreich Strafverfolgungsbehörden, Beratungsfachkräfte und politische Entscheidungsträger zusammen, um digitale Gewaltformen zu bekämpfen. Die neuen Schulungsangebote sollen Fachkräften in ganz Hessen helfen, digitale Partnerschaftsgewalt besser zu erkennen und Betroffene gezielter zu unterstützen. Die Veranstalter hoffen, dass dies langfristig zu einer verbesserten Hilfe für Opfer führt.

Quelle