Flexo-Bus in Sickte gerettet: Gemeinderat bewilligt letzte Rettung für bedarfsgesteuerten Verkehr
Brunhilde JesselFlexo-Bus in Sickte gerettet: Gemeinderat bewilligt letzte Rettung für bedarfsgesteuerten Verkehr
Der bedarfsgesteuerte Busdienst Flexo im Landkreis Wolfenbüttel stand vor der möglichen Einstellung, da die Finanzierung zu Ende ging. Der Gemeinderat von Sickte hatte zunächst weitere Zuschüsse wegen Haushaltsengpässen abgelehnt – eine Entscheidung, die das vollständige Aus für den Service bedeutet hätte.
Die Mittel für den Flexo-Bus in Cremlingen und Sickte waren nahezu aufgebraucht. Während Cremlingen seine Unterstützung bereits verlängert hatte, verweigerte Sicktes Rat zunächst eine weitere Beteiligung mit Verweis auf finanzielle Grenzen.
Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen, angeführt von Christiane Wagner-Judith, brachte einen Antrag ein, um den Erhalt des Services zu sichern. Ihr Vorstoß erhielt Rückendeckung von der SPD, sodass eine Mehrheit für den Beschluss zustande kam. Nach der neuen Vereinbarung wird Sickte ab 2027 maximal 10.000 Euro jährlich für den Flexo-Dienst zahlen.
Bürgermeister Marco Kelb lehnte den Plan ab und verwies auf die angespannte Haushaltslage der Gemeinde. Wagner-Judith begrüßte hingegen das Ergebnis: Sickte leiste nun einen angemessenen Beitrag, um den Busverkehr aufrechtzuerhalten.
Der Flexo-Bus wird in Sickte weiterfahren, nachdem der Rat den Finanzierungsantrag bewilligt hat. Der jährliche Zuschuss der Gemeinde wird ab 2027 auf 10.000 Euro begrenzt. Die Entscheidung sichert den Fortbestand des Angebots für die Einwohner vor Ort.
