28 December 2025, 10:18

Fitness-Streit eskaliert: Gericht weist Berufung wegen mangelnder Dringlichkeit ab

Ein Blatt Papier mit einer Schrift darauf.

Fitness-Streit eskaliert: Gericht weist Berufung wegen mangelnder Dringlichkeit ab

Ein Rechtsstreit zwischen zwei Fachleuten der Fitnessbranche ist mit einem endgültigen Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main beendet worden. Im Mittelpunkt des Verfahrens stand die Behauptung des Beklagten, der Kläger habe sich während eines Webinars 'strafbar' verhalten. Das Gericht wies die Berufung des Klägers zurück und begründete dies damit, dass dem Antrag die erforderliche Dringlichkeit aufgrund von Verfahrensverzögerungen fehle.

Der Konflikt begann, als der Beklagte das Verhalten des Klägers in einem öffentlichen Webinar als 'strafbar' bezeichnete. Daraufhin beantragte der Kläger eine einstweilige Verfügung, um die Aussage zu unterbinden – doch der Eilantrag wurde abgewiesen.

Der Kläger legte daraufhin Berufung ein. Das Gericht stellte jedoch fest, dass das Berufungsverfahren nicht mit der gebotenen Schnelligkeit betrieben worden war. Die Anwälte des Klägers benötigten sieben Wochen, um die Berufungsbegründung einzureichen – eine Verzögerung, die das Gericht als unangemessen bewertete. In Eilverfahren sei zügiges Handeln unerlässlich, betonten die Richter, und alle Beteiligten müssten dies vor andere Angelegenheiten stellen. Die Richter prüften das Verhalten des Klägers im gesamten Verfahren, einschließlich der Schritte vor und während der Verhandlung. Sie urteilten, dass die Ausschöpfung der vollen Berufungsfrist ohne triftigen Grund die behauptete Dringlichkeit untergrabe. Folglich wurde die Berufung zurückgewiesen, und das Urteil wurde für rechtskräftig erklärt – ohne weitere Rechtsmittel.

Das Urteil des Oberlandesgerichts bestätigt, dass Verzögerungen in Eilverfahren die Dringlichkeit eines Antrags entfallen lassen können. Die mangelnde Eile des Klägers führte zur Abweisung der Berufung, sodass die ursprüngliche Aussage des Beklagten unangefochten bleibt. Der Fall ist damit abgeschlossen, weitere rechtliche Schritte sind nicht mehr möglich.