FDP erlebt überraschenden Mitgliederschub nach Führungswechsel und Parteitag
Carina KrauseFDP erlebt überraschenden Mitgliederschub nach Führungswechsel und Parteitag
Die Freie Demokratische Partei (FDP) verzeichnet nach Jahren des stetigen Rückgangs einen überraschenden Mitgliederschub. Die Partei, die einst fast 70.000 Mitglieder zählte, erlebt erstmals seit der Wahl einer neuen Führungsspitze im vergangenen Monat wieder einen spürbaren Zuwachs.
Auf dem FDP-Parteitag am 30. und 31. Mai wählten die Delegierten Wolfgang Kubicki zum neuen Vorsitzenden. An seiner Seite wurden Henning Höne, Svenja Hahn und Linda Teuteberg zu stellvertretenden Parteivorsitzenden bestimmt, während Martin Hagen als Favorit für das Amt des Generalsekretärs hervorging.
Seit dem Parteitag verzeichnet die FDP einen Anstieg der Mitgliederzahlen um ein Prozent. Allein am Montag traten rund 780 neue Mitglieder bei, während 80 andere die Partei verließen. Diese Entwicklung markiert eine Trendwende: Seit 2021, als die FDP kurzzeitig auf 77.276 Mitglieder anwuchs, war die Zahl um fast 10.000 gesunken.
Generalsekretär Martin Hagen führte den Aufschwung auf die neue Führung und die Impulse des Parteitags zurück. Noch vor einem Jahr zählte die FDP etwa 69.000 Mitglieder – nach langer Stagnation steigen die Zahlen nun wieder.
Der Mitgliederschub der FDP folgt auf den Führungswechsel und ein erneuertes Interesse nach dem Mai-Parteitag. Mit fast 800 Neuanmeldungen an einem einzigen Tag kehrt die Partei einen jahrelangen Abwärtstrend um. Die kommenden Monate werden zeigen, ob dieser Schwung anhält.
