Fahrraddemo in Kreuzberg: Protest gegen umstrittene Medienplattformen eskaliert
Klaas LübsFahrraddemo in Kreuzberg: Protest gegen umstrittene Medienplattformen eskaliert
Rund 50 Menschen versammelten sich am Samstag im Berliner Stadtteil Kreuzberg zu einer Fahrraddemonstration. Die Kundgebung richtete sich gegen die Online-Plattformen Nius und Apollo, die beide in dem Viertel ansässig sind. Die Demonstranten zeigten Transparente mit dem Slogan „Gegen rechtsextreme Medienportale“.
Die Gruppe radelte durch das Viertel und skandierte „Nazis raus aus unserem Kiez“. Ihre Aktion war gegen die beiden Medienunternehmen gerichtet, denen sie eine rechtsextreme Ausrichtung vorwerfen.
Es kam zu einer kleineren Rangelei, als Nius-Chef Julian Reichelt und Apollo-Geschäftsführer Max Mannhart versuchten, die Demonstranten zu interviewen. Die Polizei griff ein, um die Konfliktparteien zu trennen und die Ordnung wiederherzustellen.
Sowohl Nius als auch Apollo wiesen die Vorwürfe zurück. Vertreter der Plattformen betonen, es handele sich nicht um rechtsextreme Medienportale. Die Demonstration endete nach dem Polizeieinsatz. Während die Organisatoren ihre Position deutlich machten, blieben die betroffenen Unternehmen bei ihrer Ablehnung der Anschuldigungen. Die Aktion zeigte die Spannungen zwischen lokalen Aktivisten und den Medienhäusern auf.
