Europas Paketboom: 6,2 Milliarden Sendungen zum Weihnachtsgeschäft 2024 erwartet
Klaas LübsEuropas Paketboom: 6,2 Milliarden Sendungen zum Weihnachtsgeschäft 2024 erwartet
Europas Paketdienstleister bereiten sich auf Rekord-Weihnachtsgeschäft 2024 vor
Zwischen Oktober und Dezember wird Europa mit rund 6,2 Milliarden Sendungen rechnen – ein Anstieg von 9 % im Vergleich zum Vorjahr. Der Boom wird vor allem durch die wachsende Nachfrage, insbesondere von Online-Käufern, angetrieben. Dabei nehmen die großen Märkte Deutschland und das Vereinigte Königreich eine Führungsrolle ein.
Das Vereinigte Königreich wird mit 1,3 Milliarden Paketen – das entspricht 21 % des europäischen Gesamtvolumens – die meisten Sendungen abwickeln. Deutschland folgt dicht dahinter mit 1,1 Milliarden Paketen, was 17,4 % der Spitzenauslastung in Europa ausmacht. Beide Länder sind damit zentrale Akteure im saisonalen Versandhoch.
Den größten Anteil machen B2C-Lieferungen (Business-to-Consumer) aus, die fast 70 % des europäischen Gesamtvolumens ausmachen. In Deutschland liegt dieser Wert sogar bei 64,6 % – ein Zeichen für die starke Online-Kaufaktivität. Allein der Black Friday wird voraussichtlich zu einem Anstieg der Paketzahlen um 7,5 % im Vergleich zu 2023 führen.
Das Gesamtgewicht der Sendungen in dieser Zeit wird europaweit fast 7,5 Millionen Tonnen erreichen, wobei Deutschland allein 2,1 Millionen Tonnen davon ausmachen wird. Zudem werden im Spitzenzeitraum etwa 500 Millionen Pakete von europäischen Unternehmen ins Ausland exportiert.
FedEx prognostiziert ein Plus von 9 % bei Kurier-, Express- und Paketvolumina im Vergleich zum Vorjahr. Das Wachstum unterstreicht die steigende Nachfrage nach schnellen und zuverlässigen Lieferungen, während der E-Commerce weiter expandiert.
Die Hochphase 2024 wird die Logistiknetze in Europa mit höheren Sendungsvolumina und größeren Frachtmengen auf die Probe stellen. Deutschland und das Vereinigte Königreich bleiben die umsatzstärksten Märkte, während B2C-Lieferungen den Großteil des Wachstums tragen. Die Unternehmen rüsten sich für den Ansturm – denn der Online-Handel zeigt keine Anzeichen einer Verlangsamung.






