21 December 2025, 20:25

Erklärung zur Zukunft der Weinbau Adoptiert

Zwei Frauen neben einem Plakat für Franzia, Amerikas bestverkaufenden Wein, mit einem Glasfenster im Hintergrund.

Erklärung zur Zukunft der Weinbau Adoptiert

Erklärung zur Zukunft des Weinbaus verabschiedet

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21. November 2025

Ministerinnen und Minister der acht deutschen Weinbauregionen trafen sich im Kloster Eberbach, um über die Zukunft des Weinbaus zu beraten. Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Stärkung der Branche angesichts wachsender wirtschaftlicher Belastungen und branchenweiter Herausforderungen. Es wurden zentrale politische Maßnahmen beschlossen, um Winzerinnen und Winzer zu unterstützen und die Abläufe bundesweit zu optimieren.

Die Diskussionen konzentrierten sich auf die langfristige Sicherung der deutschen Weinproduktion. Die Verantwortlichen bekräftigten ihr Engagement für den Weinbau und legten klare politische Leitlinien fest. Dazu gehören Maßnahmen zur Steigerung des inländischen Weinkonsums, die Gewährleistung fairer Wettbewerbsbedingungen sowie gezielte finanzielle Hilfen.

Um bürokratische Hürden abzubauen, setzte sich die Runde für vereinfachte EU-Programme im Weinsektor und eine stärkere Digitalisierung ein. Die Reduzierung von Papierkram stand dabei ebenso im Fokus wie die Modernisierung der beruflichen Ausbildung und die Gewinnung von Fachkräften. Zuverlässige Regelungen für Saisonarbeitskräfte wurden als entscheidend für die Stabilität der Branche hervorgehoben. Zudem wurde ein vorübergehendes Marktentlastungsprogramm eingeführt, das ein bundesweit gefördertes Rotationsbrache-Modell umfasst. Diese Initiative soll Winzerinnen und Winzern helfen, die Produktionskosten in schwierigen Phasen zu bewältigen. Zwar haben die allgemeinen wirtschaftlichen Belastungen zu einer Zunahme von Unternehmenspleiten geführt, doch wurden keine konkreten Weingüter genannt, die von akuten finanziellen Problemen betroffen sind.

Die Konferenz endete mit einem Katalog konkreter Maßnahmen zur Unterstützung der deutschen Weinwirtschaft. Neue Fördermittel, fairere Wettbewerbsregeln und verbesserte Arbeitsrahmenbedingungen sollen Entlastung bringen. Die beschlossenen Politiken werden nun umgesetzt, um die Widerstandsfähigkeit des Sektors in den kommenden Jahren zu sichern.