Erdrutschsieg für Schwenke: Offenbachs OB holt fast 70 Prozent – doch nur jeder Vierte wählte
Helga MüllerErdrutschsieg für Schwenke: Offenbachs OB holt fast 70 Prozent – doch nur jeder Vierte wählte
Dr. Felix Schwenke hat die Oberbürgermeisterwahl in Offenbach mit einem Erdrutschsieg für sich entschieden und fast 70 Prozent der Stimmen auf sich vereint. Das Ergebnis stellt einen historischen Rekord für die Stadt dar. Trotz seiner überwältigenden Beliebtheit sank die Wahlbeteiligung jedoch auf nur 26,53 Prozent – einer der niedrigsten Werte der letzten Jahre.
Die Wahl fand am 17. September 2023 statt, wobei lediglich 24,56 Prozent der 94.714 Wahlberechtigten in Offenbach ihre Stimme abgaben. Schwenke, der amtierende Oberbürgermeister, erhielt 69,93 Prozent der Stimmen und übertraf damit sein Ergebnis von 2017 um etwa 5.300 Stimmen. Seine Dominanz ließ die Konkurrenz weit hinter sich: Der CDU-Kandidat Andreas Bruszynski landete mit 18,02 Prozent auf dem zweiten Platz.
Gizem Erinc-Çiftçi von der Partei Die Linke erreichte 7,18 Prozent, während Dr. Annette Schaper-Herget von Ofa e.V. mit 4,86 Prozent abschloss. Die geringe Wahlbeteiligung setzt einen Trend fort, der sich bereits bei früheren Kommunalwahlen abzeichnete, etwa bei der Wahl 2021, als die Beteiligung bei rund 35,5 Prozent lag. Damals führte die SPD mit 35,02 Prozent, gefolgt von CDU, Die Linke und den Grünen – ein Zeichen für verschiebende Machtverhältnisse unter den kleineren Parteien.
Schwenkes Rekordgewinn fällt in eine Phase sinkender Wahlbeteiligung. 2017 war diese noch höher, doch die aktuellen Zahlen deuten auf wachsende politische Gleichgültigkeit hin. So reichen heute bereits knapp 6 Prozent der Stimmen, um faktisch nur 2,1 Prozent der Wahlberechtigten hinter sich zu vereinen.
Der deutliche Wahlerfolg festigt Schwenkes starke Position in Offenbach, doch die schrumpfende Wählerschaft wirft Fragen nach der allgemeinen politischen Teilhabe auf. Mit neuem Mandat wird der Oberbürgermeister die Stadt eine weitere Amtszeit führen. Gleichzeitig hält der Trend sinkender Wahlbeteiligung an und prägt damit die politische Landschaft im Vorfeld künftiger Wahlen.






