Energieblogger diskutieren in Kassel über EEG-Reform und Greenwashing-Prävention
Carina KrauseEnergieblogger diskutieren in Kassel über EEG-Reform und Greenwashing-Prävention
Energieblogger trafen sich in Kassel zum jährlichen Barcamp
Am vergangenen Wochenende kamen Deutschlands Energieblogger im Hauptsitz des Unternehmens SMA in Kassel zu ihrem jährlichen Barcamp zusammen. Die Veranstaltung brachte Blogger:innen zusammen, die sich mit Energiethemen befassen, um über Politik zu diskutieren, Ideen auszutauschen und ihr Netzwerk zu erweitern. Innerhalb des letzten Jahres ist die Gruppe von 19 Gründungsmitgliedern auf fast 50 aktive Teilnehmer:innen angewachsen.
Während des Treffens setzten sich die Blogger:innen mit Vorschlägen zur Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) auseinander. Im Rahmen eines Wettbewerbs namens "Deutschlands bestes EEG" kürten sie den Beitrag von Eurosolar zum Sieger – doch der ausgewählte Entwurf wich deutlich von den später vom Gesetzgeber beschlossenen Änderungen ab.
Zudem einigte sich die Gruppe auf strengere Mitgliedschaftsregeln, um Greenwashing vorzubeugen. Ziel ist es, sicherzustellen, dass nur echte Fürsprecher:innen der Energiewende aufgenommen werden.
Bereits Anfang dieses Jahres waren die Energieblogger mit einem Stand auf der Intersolar in München vertreten – direkt neben dem Kohlekonzern RWE. Dies führte zu direkten Gesprächen mit Vertreter:innen der Branche. Trotz unterschiedlicher Positionen bleiben die Blogger:innen offen für den Dialog mit allen Akteur:innen, darunter auch RWE und EnBW.
Um ihre Reichweite zu vergrößern, wurde kürzlich ein englischsprachiges Forum für internationale Blogger:innen eingerichtet. Interessierte können sich unter [email protected] mit einer kurzen Beschreibung ihres Schwerpunkts und einem Link zu ihrem Blog bewerben. Bisher ist der englische Beitrags-Feed jedoch noch dünn besiedelt – die meisten Einträge stammen aus dem hauseigenen Blog von SMA.
Die Energieblogger bauen ihren Einfluss weiter aus, nun mit klareren Aufnahmekriterien und einer internationalen Plattform. Ihre Gespräche mit Energieunternehmen und Politiker:innen unterstreichen ihre Rolle in der deutschen Energiedebatte. Als nächste Schritte dürften der Ausbau des globalen Netzwerks und die Wahrung von Transparenz in ihrer Advocacy-Arbeit im Vordergrund stehen.






