dm-med: Besitzer schickt wütenden Brief an Field Staff
dm-med: Inhaber schickt wütenden Brief an Außendienstmitarbeiter
Teaser: Das OTC-Angebot von dm sorgt bei vielen Apothekeninhabern für Unmut. Besonders verärgert zeigt sich Michael Hahn aus Solms über die aggressive Preispolitik des neuen Versandhandels der Drogeriekette. Der Besitzer der Taunus-Apotheke richtete einen Brief an alle Außendienstmitarbeiter der Unternehmen, die seiner Meinung nach bei dm-med eine besondere Rolle spielen. Zwar trifft die Mitarbeiter keine persönliche Schuld, doch das Vorgehen der Hersteller sei inakzeptabel. Einige Firmen haben bereits reagiert.
Michael Hahn, Inhaber der Taunus-Apotheke in Solms, hat sich gegen den neuen Online-Apothekendienst von dm positioniert. In einem scharf formulierten Schreiben kritisierte er Hersteller, die seiner Ansicht nach aggressive Preistaktiken unterstützen, welche lokale Apotheken bedrohen. Sein Protest löste unterschiedliche Reaktionen bei den betroffenen Unternehmen aus.
Hahn sandte seinen Brief an die Vertriebsmitarbeiter von Firmen, die mit der Expansion von dm-med in Verbindung stehen. Er warf diesen vor, eine Preispolitik zu ermöglichen, die traditionelle Apotheken untergrabe. Zwar betonte er, dass er den Vertriebsteams persönlich keinen Vorwurf mache, das Verhalten der Hersteller bezeichnete er jedoch als „nicht hinnehmbar“.
Betrieben wird der umstrittene Online-Apothekendienst von der Redcare Pharmacy, dem Unternehmen hinter shop-apotheke. Redcare beliefert und verwaltet die digitale Plattform, die in direkter Konkurrenz zu den Angeboten von dm-med steht. Hahn sieht darin einen gezielten Angriff auf das Netzwerk lokaler Apotheken. Die Reaktionen auf seinen Brief fielen unterschiedlich aus: Einige Unternehmen zeigten Verständnis für seine Bedenken, andere wiesen seine Kritik zurück. Enttäuscht von der fehlenden einheitlichen Unterstützung denkt Hahn nun über drastische Schritte nach.
Als Konsequenz aus der Preispolitik von dm und der Beteiligung der Hersteller plant Hahn, sein Sortiment zu überprüfen. Produkte der von ihm kritisierten Unternehmen könnten bald aus seinen Regalen verschwinden. Mit diesem Schritt will er sein Geschäft gegen das schützen, was er als unfaire Konkurrenz durch Online-Anbieter empfindet.