Dieter Bohlens fragwürdige Allianz mit Verschwörungstheoretikern sorgt für Empörung
Brunhilde JesselDieter Bohlens fragwürdige Allianz mit Verschwörungstheoretikern sorgt für Empörung
Popstar Dieter Bohlen gerät wegen umstrittenem Online-Event in die Kritik
Dieter Bohlen steht in der Kritik, weil er an einer umstrittenen Online-Veranstaltung mit dem Titel "Finanzielle Selbstverteidigung: Wie Sie Ihr Vermögen retten" teilnimmt. Das Seminar, organisiert vom Verschwörungstheoretiker Dominik Kettner, schürt Ängste vor einem wirtschaftlichen Kollaps und wirbt dafür, Gold als Schutz zu kaufen. Bohlens Beteiligung wirft Fragen auf, inwiefern er sich damit rechtsextremen und prorussischen Narrativen annähert.
Die Veranstaltung, die vom Goldhändler Dominik Kettner ins Leben gerufen wurde, dreht sich um die Behauptung einer bevorstehenden Finanzapokalypse. Kettners Unternehmen verkauft Gold als vermeintliche Absicherung, während seine Website und sein Nachrichtenportal mit alarmistischer Sprache und rechtsextremer Rhetorik operieren. Aktuelle Schlagzeilen lauten etwa "Migrationschaos im Mittelmeer: Spanien kapituliert vor der Invasionswelle".
Bohlen, bekannt als Musiker, wird auf dem Seminar neben Persönlichkeiten wie Prof. Dr. Werner J. Patzelt, dem Journalisten Peter Hahne und der Adligen Gloria von Thurn und Taxis sprechen. Seine geplanten Ausführungen umfassen eine Kritik an der politischen Führung Deutschlands sowie eine Abwertung der ukrainischen Aussichten im andauernden Krieg.
Der Sänger hatte sich in der Vergangenheit bereits mit AfD-Anhängern und prorussischen Gruppen gemein gemacht. Seine jüngsten Äußerungen greifen Verschwörungstheorien über staatliche Vermögensenteignungen und gesellschaftliche Ausgrenzung auf. Kritiker fragen sich, warum sich Bohlen, ein etablierter Prominenter, mit einer derart polarisierenden Plattform verbündet.
Kettners Werbung für die Veranstaltung bedient sich vager Drohszenarien und Angstmache. Teilnehmer werden aufgefordert, ihr Vermögen vor angeblichen staatlichen Konfiszierungen zu schützen – eine These, die Bohlen offenbar unterstützt.
Bohlens Auftritt beim Seminar hat eine Debatte über seine Motive und sein Bewusstsein für dessen umstrittenen Charakter ausgelöst. Der Fokus auf wirtschaftliche Untergangsszenarien und Vermögenssicherung passt zu Kettners Goldhandel, der von öffentlicher Verunsicherung profitiert. Die Einbindung rechtsextremer und prorussischer Stimmen verstärkt zudem die Bedenken hinsichtlich der eigentlichen Absichten hinter der Veranstaltung.