Die Linke attackiert "bittere Pillen" der Krankenkassenreform als ungerecht
Brunhilde JesselDie Linke attackiert "bittere Pillen" der Krankenkassenreform als ungerecht
Die Linke hat die Vorschläge zur Stabilisierung des deutschen gesetzlichen Krankenversicherungssystems scharf kritisiert. Die Parteiführung bezeichnete die Pläne als ein "Sparpaket", das die einfachen Versicherten ungerecht belaste. Die Reformen gingen an den eigentlichen Finanzierungsproblemen vorbei, so die Kritik.
Sören Pellmann, Fraktionsvorsitzender der Linken im Bundestag, verurteilte die Empfehlungen der Expertenkommission. Er sprach von "vielen bitteren Pillen", die vor allem die Versicherten hart treffen würden. Die Partei besteht darauf, dass die Finanzierung des Systems grundlegend reformiert werden müsse, um mehr Gerechtigkeit zu schaffen.
Aktuell zahlen Besserverdiener im Vergleich zu Durchschnittsverdienern einen geringeren Anteil ihres Einkommens in die Krankenkasse ein. Die Linke weist zudem darauf hin, dass Vermieter und Großinvestoren überhaupt keine Beiträge leisten. Ihre Lösung: Endlich müssten "diejenigen mit den breitesten Schultern" ihren fairen Beitrag zahlen.
Die Kritik der Linken zielt auf die ungleiche Verteilung der Belastungen durch die geplanten Änderungen. Gefordert wird ein Finanzierungsmodell, bei dem wohlhabendere Gruppen stärker zur Kasse gebeten werden. Ohne solche Reformen, so die Partei, bleibe das System instabil und ungerecht.






