"Di@-Lotsen"-Netzwerk wächst: Mehr digitale Hilfe für Senioren in Hessen
Carina Krause"Di@-Lotsen"-Netzwerk wächst: Mehr digitale Hilfe für Senioren in Hessen
Initiative zur digitalen Unterstützung von Senioren wird ausgeweitet
Das Projekt „Digital im Alter – Di@-Lotsen“, das ältere Menschen beim Umgang mit digitaler Technik unterstützt, soll in den kommenden Jahren an weiteren Standorten wachsen. Die vom hessischen Land geförderte Initiative wird bald neue Stützpunkte einrichten, um ehrenamtliche Helferinnen und Helfer auszubilden. Bereits jetzt engagieren sich über 600 Di@-Lotsen an 70 Standorten bundesweit – bis Mitte 2026 soll das Netzwerk weiter ausgebaut werden.
Das Projekt „Di@-Lotsen“ wird gemeinsam vom Hessischen Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege und dem Hessischen Ministerium für Digitalisierung und Innovation getragen. Die operative Umsetzung liegt bei der Landesstiftung „Miteinander in Hessen“, die technische Unterstützung sowie professionelle Schulungen für die Ehrenamtlichen bereitstellt.
Ab sofort können sich Kommunen, Vereine, Kirchen oder Mehrgenerationenhäuser als offizielle Stützpunkte bewerben. Erfolgreiche Antragsteller erhalten kostenlose Schulungen, Workshops und Zugang zu einem überregionalen Unterstützungsnetzwerk. Zudem profitieren sie von größerer Sichtbarkeit für ihr Engagement im Bereich der digitalen Teilhabe.
Die Bewerbungsphase beginnt am 11. Mai 2026 und endet am 22. Juni. Jeder neue Stützpunkt bildet ehrenamtliche Di@-Lotsen aus und stattet sie mit dem nötigen Know-how und der Technik aus, um Senioren bei digitalen Fragen zu helfen. Bisher wurden bereits über 600 Lotsen an 70 Standorten geschult.
Hessens Ministerin für Familie und Gesundheit, Diana Stolz, betonte die positiven Auswirkungen des Projekts auf den Alltag älterer Menschen. Auch Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus unterstrich die Bedeutung des Netzwerkausbaus, um noch mehr hilfsbedürftige Menschen zu erreichen.
Durch die Erweiterung entstehen zusätzliche Schulungsmöglichkeiten und Ressourcen für die Kommunen. Ab Ende 2026 werden neue Stützpunkte in das Netzwerk aufgenommen, sodass noch mehr Senioren Zugang zu digitaler Beratung erhalten. Im Mittelpunkt bleibt dabei die praktische Hilfe – damit ältere Menschen Technik selbstbewusst im Alltag nutzen können.
