Deutschland verpasst EU-Frist für mehr Lohngerechtigkeit durch Transparenzregeln
Carina KrauseDeutschland verpasst EU-Frist für mehr Lohngerechtigkeit durch Transparenzregeln
Deutschland hat die EU-Frist für die Einführung neuer Regeln zur Gehalts transparenz verpasst. Das Land hätte die EU-Richtlinie zur Lohn transparenz bis zum 7. Juni umsetzen müssen. Doch Verzögerungen bei der Abstimmung haben den Prozess verzögert.
Die EU-Richtlinie zielt darauf ab, Lohnungleichheiten in den Mitgliedstaaten transparenter zu gestalten. Unternehmen müssten Gehaltsinformationen offenlegen, um die geschlechtsspezifischen Lohnunterschiede zu verringern. Doch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) hat die rechtlichen Schritte dafür noch nicht abgeschlossen.
Vorbereitende Arbeiten haben zwar begonnen, weitere Beratungen stehen jedoch noch aus. Behörden bestätigen, dass die Frist Anfang Juni nicht eingehalten werden kann. Ein neuer Zeitplan für die Fertigstellung wurde vom Ministerium nicht bekannt gegeben.
Die Verzögerung bedeutet, dass deutsche Arbeitgeber vorerst keine neuen Meldepflichten erfüllen müssen. Die volle Wirkung der Richtlinie auf die Lohntransparenz bleibt vorerst ausgesetzt. Ein überarbeiteter Umsetzungsplan steht noch aus.
