Deutsche Firmen setzen auf hybride Cloud-Lösungen – doch die Datenflut wird zum Problem
Klaas LübsDeutsche Firmen setzen auf hybride Cloud-Lösungen – doch die Datenflut wird zum Problem
Deutsche Unternehmen passen ihre Strategie zur Cloud-Speicherung an. Zwar verlagern viele weiterhin Daten in die Cloud, doch gleichzeitig holen immer mehr Teile davon auf die eigenen Server zurück. Eine aktuelle Studie zeigt ein gemischtes Vorgehen: Hybride und Multi-Cloud-Lösungen sind mittlerweile Standard.
Laut einer jüngsten Erhebung nutzen 70 Prozent der deutschen Firmen ein hybrides Cloud-System, das öffentliche Cloud-Dienste mit lokaler Speicherung kombiniert. Gleichzeitig setzen 74 Prozent auf ein Multi-Cloud-Modell und greifen dabei auf zwei oder mehr große Cloud-Anbieter zurück. Diese Flexibilität bringt jedoch auch Herausforderungen mit sich.
Fast drei Viertel der IT-Verantwortlichen geben an, Schwierigkeiten zu haben, aus den über verschiedene Umgebungen verteilten Daten nutzbare Erkenntnisse zu gewinnen. Sie schätzen, dass 34 Prozent der gespeicherten Informationen ungenutzt bleiben. Die Komplexität der Verwaltung mehrerer Systeme scheint ein zentrales Problem zu sein: 71 Prozent bestätigen, dass sie die Arbeit mit den Daten erschwert.
Trotz dieser Hürden schreitet die Cloud-Nutzung weiter voran. Neun von zehn Unternehmen planen, ihre Cloud-Speicherkapazitäten in den nächsten drei Jahren auszubauen. Gleichzeitig zeichnet sich ein gegenläufiger Trend ab: 74 Prozent haben bereits Teile ihrer Daten zurück ins eigene Rechenzentrum verlagert, und weitere 74 Prozent beabsichtigen, dies innerhalb desselben Zeitraums zu tun.
Die Ergebnisse verdeutlichen den Spagat, den deutsche Unternehmen vollziehen müssen. Der Ausbau der Cloud bleibt zwar Priorität, doch viele holen bestimmte Datensätze gezielt zurück in die eigene Infrastruktur. Dieser duale Ansatz spiegelt sowohl die Vorteile als auch die praktischen Schwierigkeiten des modernen Datenmanagements wider.






