31 May 2026, 18:23

Deutsche Bahn ändert Sanierungspläne für die Strecke München–Rosenheim radikal

Renovation der München-Rosenheim-Bahnlinie in zwei Phasen

Deutsche Bahn ändert Sanierungspläne für die Strecke München–Rosenheim radikal

Die Deutsche Bahn hat ihre ursprünglichen Pläne für eine sechsmonatige Vollsperrung der Bahnstrecke München–Rosenheim verworfen. Stattdessen soll die umfangreiche Sanierung nun in zwei getrennten Abschnitten zwischen 2028 und 2031 erfolgen. Die Entscheidung stößt bei Güterverkehrsunternehmen auf Kritik, die vor langanhaltenden Behinderungen warnen.

Die Strecke München–Rosenheim zählt zu den meistbefahrenen Bahnverbindungen Bayerns und wird täglich von Fern-, Regional- und Güterzügen genutzt. Ursprünglich hatte die Deutsche Bahn eine durchgehende 22-wöchige Sperrung vorgesehen, nun setzt sie auf eine geteilte Vorgehensweise.

Die erste Phase ist von Mitte Februar bis Mitte April 2028 angesetzt. In diesem Zeitraum werden veraltete Stellwerke ausgetauscht sowie Gleise und Weichen modernisiert. Fernzüge werden umgeleitet, während Regionalverbindungen durch Busse ersetzt werden. Vorbereitende Arbeiten, darunter Teil-sperrungen der S-Bahn-Strecke, beginnen bereits im Herbst 2027.

Weitere Einschränkungen sind für Anfang 2028 geplant, darunter Sperrungen an mehreren Wochenenden und über die Faschingsferien. Die zweite Phase, die für die erste Jahreshälfte 2031 vorgesehen ist, umfasst die Erneuerung von Gleisen, Weichen, Oberleitungen, Brücken und Bahnhöfen. Zudem wird das Europäische Zugsicherungssystem (ETCS) installiert.

Peter Westenberger, Geschäftsführer des Verbandes der Güterverkehrsunternehmen, kritisierte, dass die neue Planung zu noch längeren Gesamtausfallzeiten führen könnte als der ursprüngliche Vorschlag. Er forderte die Einrichtung von eingleisigen Baustellen und frühzeitige Aufwertungen alternativer Strecken, um Verspätungen zu minimieren.

Das überarbeitete Konzept soll große Infrastrukturverbesserungen mit geringeren Beeinträchtigungen in Einklang bringen. Dennoch bleiben Güterverkehrsunternehmen besorgt über die verlängerten Sperrungen und deren Auswirkungen auf den Betrieb. Die ersten Bauarbeiten sollen in weniger als drei Jahren beginnen.

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