23 December 2025, 21:03

Der älteste, der grünste, der erotischste: Extreme Weihnachtsmarkt

Ein Supermarkt-Innenraum mit sichtbaren Lebensmitteln, Deckenleuchten und Schildern.

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Deutschlands Weihnachtsmärkte ziehen mit festlichem Charme und prächtigen Dekorationen die Massen an. Manche glänzen mit riesigen Tannenbäumen oder gewaltigen Holzpyramiden, andere setzen auf ungewöhnlichere Konzepte. Doch die Tradition reicht weit über die deutschen Grenzen hinaus – einige der ältesten Märkte Europas finden sich in den Nachbarländern.

Der Wiener Christkindlmarkt in Wien trägt den Titel des ältesten dokumentierten Weihnachtsmarkts außerhalb Deutschlands. Aufzeichnungen belegen, dass Herzog Albrecht I. dort bereits 1296 einen Dezembermarkt einrichtete. Jahrhunderte später, im Jahr 1570, öffnete der Strasbourger Christkindelsmärik erstmals seine Stände und zählt seitdem zu den historischen Favoriten.

Allein in Deutschland gibt es jährlich zwischen 2.500 und 3.000 größere Weihnachtsmärkte. Viele bleiben der Tradition treu, doch einige stechen durch besondere Ideen hervor. In Essen steht Nachhaltigkeit im Mittelpunkt: Hier wird das Essen auf wiederverwendbarem Porzellan serviert, und Pommes gibt es in Papiertüten statt in Plastik. Der Hamburger Stadtteil St. Pauli hingegen setzt auf eine freizügige Interpretation der Festtagsstimmung. Sein Weihnachtsmarkt tauscht Wintermäntel gegen Dessous und Tangas, und selbst der Begriff „Kerzenhalter“ erhält in diesem Rotlichtmilieu eine anzügliche Note.

Von historischen Märkten in Wien und Straßburg bis zu skurrilen Feiern in Hamburg – die Tradition lebt in vielfältigen Formen. Manche setzen auf umweltbewusste Praktiken, andere auf verspielt-erotische Themen. Jahr für Jahr locken diese Veranstaltungen mit einer Mischung aus altem Charme und moderner Kreativität Besucher aus aller Welt.