"Demokratie in Aktion!": 285 Millionen Euro Steuergeld unter der Lupe
Die deutsche Bundesregierung führt derzeit eine unabhängige Überprüfung des Förderprogramms „Demokratie in Aktion!“ durch. Dies erfolgt vor dem Hintergrund eines deutlichen Anstiegs der Ausgaben für Bewertungsgremien – von 12 Millionen Euro im Jahr 2015 auf heute über 45 Millionen Euro. Auch das Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung prüft seit dem 1. Februar 2025 seine eigenen Evaluierungen.
Seit 2015 hat das Programm „Demokratie in Aktion!“ bis 2024 mehr als 285 Millionen Euro an Steuergeldern an vier Organisationen verteilt. In den ersten beiden Phasen erhielten diese Gruppen 41,5 Millionen Euro. Für die dritte Phase wurden zwei weitere Organisationen aufgenommen, die für die Jahre 2025 und 2026 rund 90 Millionen Euro erhalten.
Die Kritik an den steigenden Kosten des Programms wird immer lauter. Die AfD-Abgeordnete Kerstin Przygodda bezeichnete es als ein „höchst problematisches NGO-Förderkonstrukt“ und eine „rücksichtslose Verschwendung von Steuergeldern“. Trotz der wachsenden Ausgaben entschied sich das Familienministerium jedoch, die Elterngeldleistungen zu kürzen, statt das Programm zurückzufahren.
Während die Überprüfung läuft, fließen weiterhin Steuergelder in immer mehr Institute. Die Entscheidung der Regierung, die Förderung aufrechtzuerhalten und gleichzeitig andere Sozialleistungen zu streichen, unterstreicht das finanzielle Gewicht des Programms. Auch die Bewertungen des Leibniz-Instituts und anderer Gremien stehen nun auf dem Prüfstand.
