30 June 2026, 16:32

DAK-Chef Storm fordert Stopp der umstrittenen Pflegereform der Bundesregierung

DAK drängt auf Verschiebung der Gesundheitsreform

DAK-Chef Storm fordert Stopp der umstrittenen Pflegereform der Bundesregierung

Andreas Storm, Chef der DAK-Gesundheit, hat die Bundesregierung aufgefordert, die geplante Pflegereform zu verschieben. Seiner Ansicht nach bedarf der aktuelle Gesetzentwurf grundlegender Überarbeitungen, bevor er weiterverfolgt werden kann. Die Reform sollte eigentlich kommenden Montag im Kabinett beraten werden, doch nun steht der Zeitplan infrage.

Storm warnte, dass die vorgeschlagenen Änderungen bis zur Hälfte der Bewohner in stationärer Pflege in die Sozialhilfeabhängigkeit drängen könnten. Zudem betonte er, dass Kürzungen bei den Beiträgen für pflegende Angehörige die Rentenversicherung jährlich mit 1,8 Milliarden Euro belasten würden.

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Der von Gesundheitsministerin Nina Warken eingebrachte Entwurf sieht Ausgabenobergrenzen und neue Einnahmequellen vor, um Beitragserhöhungen zu vermeiden. Storm kritisierte jedoch die geplanten Kürzungen bei der stationären Pflegefinanzierung und erklärte, diese würden die Kommunen unzumutbar belasten.

Er forderte den Rückzug des aktuellen Entwurfs und eine vollständige Neukonzeption. Storm schlug vor, die Reform im Laufe des Sommers parallel zu den Rentenanpassungen der Regierung grundlegend zu überarbeiten.

Die Pflegereform stößt auf wachsende Kritik wegen ihrer möglichen finanziellen und sozialen Folgen. Storms Warnungen unterstreichen die Bedenken hinsichtlich Sozialhilfeabhängigkeit, Rentenkosten und der Belastung der Kommunen. Die Regierung könnte gezwungen sein, ihren Ansatz zu überdenken, bevor sie weitermacht.

Quelle