Commerzbank blockt feindliches UniCredit-Angebot – "Unfair für Aktionäre"
Brunhilde JesselCommerzbank blockt feindliches UniCredit-Angebot – "Unfair für Aktionäre"
Commerzbank-Vizechef Kotzbauer lehnt Übernahmeangebot von UniCredit entschieden ab
Michael Kotzbauer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Commerzbank, hat das Übernahmeangebot der italienischen UniCredit scharf zurückgewiesen. Er kritisierte das Vorgehen der Bank als feindselig und unfair gegenüber den Aktionären. Die Absage erfolgt kurz vor der anstehenden Finanzaktualisierung der Commerzbank am 8. Mai.
UniCredit hatte vorgeschlagen, die Commerzbank zu zerschlagen, ohne den Aktionären eine Prämie anzubieten. Kotzbauer argumentierte, dass die Transaktion die Anleger zwingen würde, UniCredit-Aktien zu einem Abschlag zu akzeptieren. Zudem habe der Vorschlag die Interessen der Kunden nicht ausreichend berücksichtigt.
Der Vorstand betonte erneut sein Bekenntnis, im besten Interesse der Aktionäre zu handeln. Kotzbauer bezeichnete die öffentlichen Äußerungen von UniCredit als irreführend und aggressiv. Trotz des Übernahmeversuchs bleibe das Firmenkundengeschäft der Commerzbank stabil, mit einem soliden Kreditportfolio.
Am 8. Mai wird die Bank ihre Quartalsergebnisse zusammen mit einem strategischen Update veröffentlichen. Der Plan wird klare finanzielle Ziele bis 2030 umfassen. Der Fokus des Vorstands liegt weiterhin auf eigenständigem Wachstum statt auf einer Fusion zu den aktuellen Bedingungen.
Die Führung der Commerzbank wies das Angebot von UniCredit als unzureichend für Aktionäre und Kunden zurück. Im kommenden Monat wird die Bank ihre langfristige Strategie vorstellen. Die Ablehnung unterstreicht den Kurs auf Stabilität ohne externe Konsolidierung.
