20 March 2026, 18:24

Christian Ulmen: Ex-Frau wirft ihm digitale Identitätsfälschung und Missbrauch vor

Schwarzes und weißes Magazin-Cover mit der Überschrift 'Humoristische Liste', das einen Mann in einem Anzug mit ernster Miene und eine Frau zeigt, die wegsieht und leicht schmunzelt.

Christian Ulmen: Ex-Frau wirft ihm digitale Identitätsfälschung und Missbrauch vor

Christian Ulmen, in den 2000er-Jahren als provokanter TV-Moderator bekannt, sieht sich nun schweren Vorwürfen seiner Ex-Frau ausgesetzt. Collien Fernandes wirft ihm vor, in ihrem Namen gefälschte Online-Profile erstellt, explizite Inhalte verbreitet und sogar ihre Identität für Dating-Plattformen missbraucht zu haben. Sie bezeichnet sein Verhalten als eine Form der "virtuellen Vergewaltigung" und einen massiven Eingriff in ihre persönlichen Grenzen.

Ulmen wurde Mitte der 2000er mit der Reality-Show "Mein neuer Freund" bekannt, in der er wöchentlich einen anderen "schrecklichen Freund" spielte. Die Kandidatinnen mussten ihren neuen Partner der Familie vorstellen – derjenige mit dem schlimmsten Benehmen gewann. Viele Frauen sollen die Show aufgrund seines extremen Verhaltens verlassen haben.

Um 2010 moderierte er "Wer will meine Freundin vögeln?" – eine Gameshow, bei der Männer anhand der vermeintlichen Attraktivität ihrer Partnerinnen gegeneinander antraten. Aufgaben umfassten etwa das Zählen von Fremden, die ihre Freundinnen anmachten oder ihnen Komplimente machten. Das Format wurde scharf kritisiert, da es Frauen herabwürdigend darstellte.

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Ulmens TV-Persönlichkeit verschwamm oft mit seinem realen Leben, was Fragen zu seiner Beziehung mit Fernandes aufwarf, als diese öffentlich wurde. Kritiker sahen damals ein Ungleichgewicht: Er galt als der "intellektuelle" Part, während sie als austauschbar wahrgenommen wurde.

Nun bricht Fernandes ihr Schweigen und bezieht sich auf die Worte der Missbrauchsüberlebenden Gisèle Pelicot: "Die Scham muss die Seite wechseln." Sie behauptet, Ulmen habe sein Verhalten auch abseits der Kamera fortgesetzt – etwa durch gefälschte Profile, über die pornografisches Material unter ihrem Namen verbreitet wurde. Ihre Anschuldigungen reiht sie in die breitere Debatte über Männer ein, die Frauengrenzen missachten – ein Problem, das sie als noch immer viel zu verbreitet bezeichnet.

Fernandes' Aussagen lenken den Blick erneut auf Ulmens vergangene TV-Auftritte und sein angebliches Privatverhalten. Die Vorwürfe umfassen digitale Identitätsfälschung, die Verbreitung expliziter Inhalte und seelische Verletzungen. Ihr öffentliches Statement fügt sich in die aktuellen Diskussionen über Verantwortung und Respekt ein.

Quelle