CDU verliert tausende Mitglieder – droht ein historischer Schwund bis zur Wahl?
Brunhilde JesselCDU verliert tausende Mitglieder – droht ein historischer Schwund bis zur Wahl?
Die CDU verzeichnet in diesem Jahr einen deutlichen Anstieg an Austritten. Die Partei, die 2024 noch stark gewachsen war, könnte bei anhaltendem Trend Zehntausende Mitglieder verlieren.
Im Jahr 2024 waren über 20.000 Neumitglieder der CDU beigetreten. Dieses Wachstum wurde unter anderem auf Friedrich Merz’ Rolle als Oppositionsführer zurückgeführt. Bis Ende des Jahres hatte die Partei die SPD überholt und war damit zur mitgliederstärksten Kraft Deutschlands geworden.
Doch seitdem hat sich die Lage umgekehrt. Die aktuelle Austrittswelle wird mit Unzufriedenheit über die Bundesregierung und die Führung von Kanzler Friedrich Merz in Verbindung gebracht. CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann warnte bereits vor einem möglichen Massenexodus.
Experten zufolge könnte die Partei bis zum Ende der Legislaturperiode bis zu 50.000 Mitglieder verlieren. Dieses worst-case-Szenario würde eine dramatische Wende im Vergleich zu den Zuwächsen des Vorjahres bedeuten.
Der Mitgliederschub der CDU im Jahr 2024 wurde von einem steilen Rückgang abgelöst. Sollten die Austritte weiter zunehmen, könnte die Partei bis zur nächsten Wahl um Zehntausende schrumpfen. Der Trend spiegelt die wachsende Frustration der Anhänger mit der Regierung und der Parteiführung wider.
