CDU und Grüne einig: Gemeinsame Rentenreform soll Finanzlücken schließen
Klaas LübsCDU und Grüne einig: Gemeinsame Rentenreform soll Finanzlücken schließen
Stefan Nacke von der CDU und Armin Grau von den Grünen haben sich auf eine gemeinsame Position zur anstehenden Rentenreform in Deutschland verständigt. Ihre gemeinsamen Forderungen zielen darauf ab, Finanzierungslücken zu schließen und die langfristige Stabilität der gesetzlichen Rentenversicherung zu stärken. Beide Politiker betonen, wie dringend umfassende Reformen nötig sind, um künftige Rentenzahlungen abzusichern.
Nacke und Grau argumentieren, dass die Rentenpolitik über Parteigrenzen hinweg gestaltet werden müsse. Nur mit breiter demokratischer Unterstützung ließen sich nachhaltige Lösungen umsetzen. Zu ihren Vorschlägen gehören neue kollektive Finanzierungsmodelle, um die wirtschaftliche Grundlage des Rentensystems zu verbreitern.
Langfristig soll der Bund sämtliche rentenfremde Leistungen – also solche, die nicht durch Beiträge gedeckt sind – vollständig aus Steuermitteln finanzieren. Gleichzeitig lehnen sie Kürzungen bei den Bundeszuschüssen ab, da dies die Last lediglich auf Arbeitnehmer und Arbeitgeber abwälzen würde. Zudem fordern sie eine verpflichtende betriebliche Altersvorsorge, an der sich jeder Arbeitgeber beteiligen muss.
Die Politiker kritisieren Minijobs scharf, da diese weder den Übergang in reguläre Beschäftigung ermöglichen noch ausreichende Rentenansprüche aufbauen. Auch die „Rente mit 63“ für langjährig Versicherte lehnen sie als überholt ab. Stattdessen setzen sie sich für bessere Arbeitsbedingungen und gesundheitspolitische Maßnahmen ein, um ein längeres Arbeiten zu fördern.
Ihr Reformplan sieht vor, das Rentenniveau zu stabilisieren und idealerweise schrittweise anzuheben. Gleichzeitig sollen durch verbesserte Arbeitsbedingungen frühzeitige Renteneintritte reduziert werden. Diese Schritte, so ihre Überzeugung, würden zu einem gerechteren und zukunftsfähigen Rentensystem führen.
