Bundeswehr erwartet mehr Tierversuche für militärische Forschung trotz Tierschutzregeln
Klaas LübsBundeswehr erwartet mehr Tierversuche für militärische Forschung trotz Tierschutzregeln
Das deutsche Verteidigungsministerium hat einen erwarteten Anstieg von Tierversuchen für militärische Forschungszwecke bekannt gegeben. Die Zunahme steht im Zusammenhang mit sich wandelnden Sicherheitsbedrohungen und dem Ausbau der Verteidigungsfähigkeiten. Wie die Behörde mitteilt, seien solche Experimente seit Langem Bestandteil der Forschungsaktivitäten der Bundeswehr.
In den vergangenen Jahren hatte das Ministerium einen Rückgang der Tierversuche verzeichnet. Doch veränderte Bedrohungseinschätzungen und laufende Forschungsprojekte im Verteidigungsbereich dürften diesen Trend nun umkehren. Auch der Ausbau der Streitkräfte trägt zur erwarteten Steigerung bei.
Sämtliche durchgeführten Versuche entsprechen den Tierschutzbestimmungen. Zwar erstattet das Ministerium dem Parlament Bericht über die Rüstungsforschung, detaillierte Zahlen werden jedoch nicht öffentlich gemacht. Jeder Versuch ist an ein konkretes Projekt geknüpft, was die fehlende Transparenz begründet. Rohdaten ohne Kontext zu den verwendeten Tieren oder den jeweiligen Zwecken gelten als wenig aussagekräftig.
Tierversuche für militärische Zwecke sind in der Bundeswehr keine Neuheit. Das Ministerium vertritt weiterhin die Position, dass eine detaillierte Offenlegung aufgrund des projektspezifischen Charakters der Forschung nicht erforderlich sei. Der erwartete Anstieg spiegelt die größeren Veränderungen in der Sicherheits- und Militärpolitik wider.
