Braunschweig passt Windenergieplanung an – acht Flächen gestrichen, eine neu hinzugefügt
Helga MüllerBraunschweig passt Windenergieplanung an – acht Flächen gestrichen, eine neu hinzugefügt
Der Regionalverband Braunschweig hat seinen Entwurf für die Windenergieplanung überarbeitet. Die Änderungen erfolgen nach öffentlicher Rückmeldung und neuen Erkenntnissen zu geeigneten Standorten. Die Region passt damit ihre Strategie an, um die gesetzlichen Vorgaben für den Ausbau erneuerbarer Energien zu erfüllen.
Ursprünglich waren 88 Flächen als Vorranggebiete für Windkraft ausgewiesen. Nach einer Überprüfung wurden acht davon gestrichen, sodass nun noch 80 übrig bleiben. Eine bedeutende Anpassung betrifft die Streichung einer großen Zone zwischen Seershausen, Hillerse und Edemissen.
Gleichzeitig wurden 56 der vorgeschlagenen Gebiete auf Basis von Anregungen aus den Kommunen und aktualisierten Daten modifiziert. Zudem wurde ein neues Areal südlich von Kirchberg bei Seesen in die Planung aufgenommen.
Die aktuellen Vorranggebiete umfassen bereits knapp 15.000 Hektar – das entspricht etwa 2,9 % der Regionalfläche. Damit liegt die Region über der gesetzlichen Vorgabe von 2,46 % (rund 12.500 Hektar) bis 2027.
Der überarbeitete Plan geht nun in die nächste Phase der Raumordnung. Der Regionalverband Braunschweig muss seine Bemühungen fortsetzen, um die verbindlichen Ziele Niedersachsens für die Windenergie an Land zu erreichen. Die aktualisierten Gebiete bieten eine klarere Grundlage, um diesen Verpflichtungen nachzukommen.
