30 January 2026, 05:26

Betrüger nutzen gefälschte Immobilien auf Kleinanzeigen für Malware-Angriffe

Eine Schmeißfliege sitzt auf einem Fensterbrett mit einem unscharfen Hintergrund.

Betrüger nutzen gefälschte Immobilien auf Kleinanzeigen für Malware-Angriffe

Cyberkriminelle in Deutschland zielen mit gefälschten Immobilienanzeigen auf Nutzer der Plattform Kleinanzeigen ab

Betrüger locken ahnungslose Nutzer mit falschen Wohnungsangeboten, um Schadsoftware zu verbreiten, die als Programm für virtuelle Besichtigungstouren getarnt ist. Wie die Behörden warnen, nutzen die Angreifer dabei Schwachstellen in der Windows-Sicherheit aus.

Die Masche beginnt mit gefälschten Immobilieninseraten auf Kleinanzeigen. Laut dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) locken die Anzeigen oft mit verdächtig niedrigen Preisen oder ungewöhnlichen Bedingungen. Nutzer werden aufgefordert, eine Software herunterzuladen, um angeblich eine virtuelle Besichtigung der Immobilie durchzuführen.

Sobald die Malware heruntergeladen ist, infiziert sie Microsoft-Betriebssysteme. Im Anschluss kann sie weiteren schädlichen Code einspielen, Botnetze aufbauen oder sensible Daten wie Bankzugangsdaten abgreifen. Das BSI hat auf diese Risiken hingewiesen, konnte bisher jedoch keine konkreten kriminellen Gruppen hinter den Angriffen identifizieren.

Sicherheitsexperten kritisieren die unzureichenden Abwehrmechanismen von Windows. Angreifer umgehen die Schutzfunktionen leicht, um an persönliche Daten zu gelangen. Nutzer werden dazu aufgerufen, bei Angeboten, die zu gut klingen, um wahr zu sein, besonders wachsam zu sein.

Das BSI betont, dass die Malware-Angriffe weiterhin eine akute Bedrohung darstellen. Gefälschte Anzeigen tauchen weiterhin auf und setzen Nutzer dem Risiko von finanziellen Verlusten und Datendiebstahl aus. Vorsicht ist daher unerlässlich – insbesondere beim Klicken auf unbekannte Links oder beim Herunterladen von Dateien auf Kleinanzeigen.