Berlin triumphiert in vier Sportarten – nur der Fußball bleibt ein Sorgenkind
Brunhilde JesselBerlin triumphiert in vier Sportarten – nur der Fußball bleibt ein Sorgenkind
Berlin beherrscht den deutschen Sport – nur nicht im Fußball
In fast jeder Hinsicht dominiert Berlin den deutschen Sport – mit einer großen Ausnahme: dem Fußball. In dieser Saison haben Teams der Hauptstadt Titel im Basketball, Handball, Volleyball und Eishockey geholt. Doch in der Bundesliga bleibt die Stadt ein Leichtgewicht, ohne Meisterschaft seit fast einem Jahrhundert.
Hertha BSC gewann die deutsche Meisterschaft zuletzt 1931 – vor fast 95 Jahren. Seither hat kein Berliner Verein auch nur annähernd an diesen Erfolg anknüpfen können. Selbst jetzt, wo Union Berlin den Klassenerhalt gesichert hat, bleibt die Fußball-Präsenz der Stadt bescheiden. Die Bundesliga ist die einzige große europäische Liga, in der die Hauptstadt kaum eine Rolle spielt.
Anderswo ist Berlins Vorherrschaft unübersehbar. Albas Basketballer haben die Bundesliga-Playoffs erreicht. Die Füchse, Berlins Handball-Mannschaft, zogen ins Halbfinale der Champions League ein. Die BR Volleys sicherten sich zum zehnten Mal in Folge den deutschen Meistertitel im Männer-Volleyball – diesmal in Lüneburg mit nur 50 mitreisenden Fans. Und das Eishockey-Team der Hauptstadt krönte sich zum fünften Mal in sechs Jahren zum nationalen Champion.
Experten sehen einen gemeinsamen Nenner hinter diesem Erfolg: stabile Führung. Während Berlins Fußballclubs mit Wechselhaftigkeit kämpfen, gedeihen andere Sportarten unter verlässlichem Management.
Die sportlichen Erfolge Berlins reichen weit über den Fußball hinaus. Die Stadt hält derzeit Titel in vier großen Sportarten – allesamt auf der Grundlage konsequenter Führung. Doch in der Bundesliga dauert das Warten auf den nächsten Meistertitel an.
