13 April 2026, 16:25

Arnsberg diskutiert Umbenennung der Kardinal-Jaeger-Straße wegen Missbrauchsskandal

Schwarzes und weißes Foto einer Stadtstraße mit St. Peter Kirche im Hintergrund in Wiesbaden, Deutschland.

Arnsberg diskutiert Umbenennung der Kardinal-Jaeger-Straße wegen Missbrauchsskandal

In Arnsberg könnte eine nach Kardinal Lorenz Jaeger benannte Straße bald umbenannt werden. Sowohl SPD als auch CDU treiben die Änderung voran und verweisen auf seine Verstrickung in die Vertuschung von Missbrauchsfällen. Der Schritt folgt einer breiteren Debatte in benachbarten Städten über Straßen und Gebäude, die mit dem ehemaligen Erzbischof in Verbindung stehen.

Lorenz Jaeger leitete das Erzbistum Paderborn von 1941 bis 1973. Eine spätere Missbrauchsstudie ergab, dass er und sein Nachfolger Missbrauchsfälle im Bistum verschleiert hatten. Diese Erkenntnisse veranlassten die Arnsberger SPD, eine Umbenennung der Kardinal-Jaeger-Straße im Stadtteil Neheim vorzuschlagen.

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Auch die örtliche CDU hat sich von Jaeger distanziert und unterstützt die Umbenennung. Beide Parteien planen, die Anwohner in die Auswahl eines neuen Namens einzubeziehen. Bei einer öffentlichen Versammlung am 20. April können Bürger Vorschläge einbringen.

Ähnliche Diskussionen gibt es in Werl und Wenden, wo ebenfalls nach Jaeger benannte Straßen möglicherweise umbenannt werden. Dort könnten Anwohner jedoch mit bürokratischen Hürden konfrontiert werden, falls es zu Änderungen kommt. Olpe hat bereits gehandelt und sein katholisches Jugendzentrum 2023 umbenannt.

Das weitere Vorgehen in Arnsberg hängt von der Beteiligung der Bevölkerung und der offiziellen Genehmigung ab. Bei Erfolg wird der neue Straßenname die Entscheidung der Gemeinschaft widerspiegeln. Das Ergebnis könnte auch die Debatten in anderen Städten beeinflussen, die Jaegers Erbe noch immer aufarbeiten.

Quelle