08 May 2026, 00:31

Apothekenbranche kämpft mit Überalterung und drohendem Fachkräftemangel

Eine Apothekerin in einem weißen Kittel hält eine Flasche, während sie mit einem sitzenden Kunden an einem Tisch in einer Apotheke mit Regalen voller Flaschen und Körben im Hintergrund spricht.

Apothekenbranche kämpft mit Überalterung und drohendem Fachkräftemangel

Deutschlands Apothekenbranche steht vor einer Überalterung der Belegschaft

Neue Zahlen zeigen, dass fast ein Drittel der Apothekerinnen und Apotheker mittlerweile 56 Jahre oder älter ist – ein alarmierendes Zeichen für künftige Personalengpässe. Der Trend spiegelt den allgemeinen demografischen Wandel wider, da die Generation der Babyboomer allmählich das Renteneintrittsalter erreicht.

In öffentlichen Apotheken liegt das Durchschnittsalter der Beschäftigten bei 48,4 Jahren, wobei Männer im Schnitt etwas älter sind als Frauen. Bei Apothekenleitern ist der Altersdurchschnitt mit 53,6 Jahren noch höher. Gleichzeitig mangelt es an jungem Nachwuchs: Nur 10,7 Prozent der Apotheker sind jünger als 30 Jahre.

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In Krankenhaus- und Industrieapotheken ist die Belegschaft etwas jünger – hier betragen die Durchschnittsalter 41,3 bzw. 43 Jahre. Die größte Altersgruppe unter den Apothekerinnen und Apothekern ist aktuell die der 56- bis 60-Jährigen. Die 31- bis 35-Jährigen machen 12,5 Prozent des Sektors aus, weitere 12,5 Prozent entfallen auf die Altersgruppe der 36- bis 40-Jährigen.

Bis 2039 werden voraussichtlich 13,4 Millionen deutsche Arbeitnehmer das gesetzliche Renteneintrittsalter von 67 Jahren überschritten haben. In Apotheken ist die Entwicklung bereits spürbar: 30 Prozent der 55- bis 64-Jährigen sind noch berufstätig – im Vergleich zu nur 24 Prozent in anderen Branchen. Der anstehende Renteneintritt der Babyboomer droht die Fachkräftelücke in den kommenden Jahren weiter zu vertiefen.

Die Daten verdeutlichen, dass es zu wenig junge Apotheker gibt, um die ausscheidenden Kollegen zu ersetzen. Angesichts des hohen Anteils älterer Beschäftigter muss die Branche dringend Lösungen für die Gewinnung und Bindung von Nachwuchs finden. Ohne Gegenmaßnahmen könnten Personalengpässe die Versorgung in Apotheken in den nächsten Jahren ernsthaft beeinträchtigen.

Quelle