Antiquitätenhändler Subhash Kapoor wegen milliardenschwerem Kulturgut-Schmuggel verurteilt
Klaas LübsAntiquitätenhändler Subhash Kapoor wegen milliardenschwerem Kulturgut-Schmuggel verurteilt
Der bekannte Antiquitätenhändler Subhash Kapoor ist in Indien nach jahrelangen Ermittlungen gegen sein illegales Schmuggelnetzwerk verurteilt worden. US-Behörden haben kürzlich 1.440 gestohlene Artefakte im Wert von über 143 Millionen Dollar zurückgegeben, die mit ihm in Verbindung stehen. Der Fall unterstreicht das globale Ausmaß des illegalen Handels mit Antiquitäten, der als milliardenschwere Branche operiert.
Erste Hinweise auf Kapoors kriminelle Machenschaften gab es bereits in den frühen 2000er-Jahren. Ermittler konnten Tausende geraubte Kunstgegenstände zu seinen Geschäften zurückverfolgen, viele davon aus aktiven Kriegsgebieten und geschützten Stätten gestohlen. Seine Festnahme erfolgte schließlich 2011 in Frankfurt am Main.
Der Händler betrieb Art of the Past, eine prominente Galerie in New Yorks Upper East Side. Später deckten die Behörden auf, dass über 2.500 gestohlene Objekte – darunter Götterstatuen aus dem Varadharaja-Perumal-Tempel in Indien – durch sein Netzwerk geschleust worden waren. Die Plünderung von Kulturgut aus Konfliktregionen gilt gemäß der Haager Konvention von 1954 als Kriegsverbrechen.
Nach seiner Verhaftung wurde Kapoor an Indien ausgeliefert, wo ihm Einbruch und illegaler Export vorgeworfen wurden. Letzte Woche sprach ihn ein indisches Gericht schuldig und verurteilte ihn. Unterdessen übergaben US-Vertreter, darunter der New Yorker Staatsanwalt Alvin Bragg, am 16. November 2024 offiziell 1.440 Artefakte an Indien zurück.
Kapoor erwartet nun weitere juristische Verfahren in den USA, wo ebenfalls Anklage gegen ihn erhoben wurde. Die Rückgabe der Gegenstände zählt zu den größten Repatriierungen gestohlenen Kulturguts der Geschichte. Indische und internationale Behörden setzen ihre Bemühungen fort, die verbleibenden Objekte aus seinem Schmuggelnetzwerk zu bergen.






