Alma Hasun bezaubert mit extremen Monologen und tiefgründigen Bühnenfiguren
Carina KrauseAlma Hasun bezaubert mit extremen Monologen und tiefgründigen Bühnenfiguren
Schauspielerin Alma Hasun hat sich mit intensiven, anspruchsvollen Bühnenauftritten einen Namen gemacht. Ihre Rollen sind oft geprägt von langen Monologen und emotional vielschichtigen Figuren. Kürzlich gab sie Einblicke in ihre Karriere und die Geschichten, die sie prägen.
In ihrer jüngsten Arbeit überzeugt Hasun mit einem dreistündigen Monolog in Ganymed Areal, inszeniert im Otto-Wagner-Areal in Wien-Penzing als Teil des ortsspezifischen Stationentheaters. Das Stück begleitet einen Pianisten, der die Fähigkeit zu spielen verliert – eine Prüfung für die Ausdauer sowohl der Figur als auch des Publikums.
Zuvor meisterte sie eine weitere körperlich und seelisch fordernde Solo-Performance in Sophia oder Das Ende der Humanisten am Wiener Kammerspiele-Theater. Der zweieinhalbstündige Monolog erzählt von der Begegnung einer Tochter mit ihrem Vater und dessen Beziehung zu einem humanoiden Roboter. Die Matinee begann um 15 Uhr und schuf so eine ganz eigene Stimmung.
Auch die Literatur dient Hasun als Inspirationsquelle. Für die Vorbereitung auf Die Kostverköstigerinnen fand sie tiefgreifende Anregung in Margot Friedländers Memoiren Versuch, dein Leben zu machen. Ihre Bewunderung für Erzählkunst erstreckt sich bis zu Anton Tschechow, dessen Werke sie bereits auf die Bühne brachte – darunter Onkel Wanja am Theater in der Josefstadt. Aus Tschechows Sammlung Er und Sie bleibt Der dumme Franzose ihr persönlicher Favorit.
Hasuns Karriere steht für ihr Engagement in herausforderndem, immersivem Theater. Von marathongleichen Monologen bis zu Rollen, die von historischen und literarischen Einflüssen geprägt sind, fesseln ihre Auftritte das Publikum. Ihre nächsten Projekte werden diese Grenzen vermutlich noch weiter ausloten.
